11. Mai 2019 / 14:29 Uhr

Trotz 3:0-Sieg gegen Freiburg: Hannover 96 steigt in die 2. Liga ab

Trotz 3:0-Sieg gegen Freiburg: Hannover 96 steigt in die 2. Liga ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hilft alles nichts: Auch ein 3:0 gegen Freiburg konnte den Abstieg von 96 nicht verhindern.
Hilft alles nichts: Auch ein 3:0 gegen Freiburg konnte den Abstieg von 96 nicht verhindern. © nordphoto
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Die beste Saisonleistung und ein Traum-Comeback von Ihlas Bebou und Edgar Prib reichten Hannover 96 nicht zum Klassenerhalt. Trotz eines überzeugenden 3:0 (1:0)-Heimsiegs gegen den SC Freiburg sind die Roten am 33. Spieltag endgültig aus der Bundesliga abgestiegen.

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Hannover 96 muss zum sechsten Mal in seiner Vereinsgeschichte aus der Fußball-Bundesliga absteigen. Der bisherige Tabellenletzte gewann zwar am Samstag sein letztes und auch bestes Heimspiel dieser Saison mit 3:0 (1:0) gegen den SC Freiburg. Da aber zeitgleich auch der VfB Stuttgart auf Rang 16 mit 3:0 gegen den VfL Wolfsburg siegte, können die 96er den Relegationsplatz am letzten Spieltag nicht mehr erreichen.

Die Tore von Waldemar Anton (39.), Ihlas Bebou (51.) und Walace (81.) kamen für eine Rettung zu spät. Hannovers Trainer Thomas Doll versuchte vor 38 100 Zuschauern alles, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch einmal für mindestens eine Woche am Leben zu erhalten.

Die Roten in Noten: 96-Einzelkritik gegen den SC Freiburg

Michael Esser: Bekommt in der ersten Hälfte einen Schuss aufs Tor, den hält er fest. Die Ruhe selbst, auch beim 96-Tor nimmt er erstmal einen Schluck aus der Pulle. In der zweiten Hältfe beschäftigungslos. Note 3. Zur Galerie
Michael Esser: Bekommt in der ersten Hälfte einen Schuss aufs Tor, den hält er fest. Die Ruhe selbst, auch beim 96-Tor nimmt er erstmal einen Schluck aus der Pulle. In der zweiten Hältfe beschäftigungslos. Note 3. ©
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Rückkehrer Bebou sorgt für frischen Wind

Zum ersten Mal in seiner Zeit als 96-Coach durfte er seinen besten Offensivspieler Ihlas Bebou aufstellen, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel fast ein halbes Jahr pausieren musste. Zum ersten Mal seit August 2017 stand auch Edgar Prib in der Startelf, der zweimal nacheinander einen Kreuzbandriss im Knie erlitt. Und auch Niclas Füllkrug wurde erstmals nach seiner Knieoperation im Dezember zumindest eingewechselt.

Vor allem die Rückkehr von Bebou hatte eine große Wirkung auf das 96-Spiel. So viele gelungene Kombinationen und auch klare Torchancen wie gegen erschreckend schwache Freiburger waren zuvor in keinem der 16 vorangegangenen Heimspiele dieser Saison zu sehen.

In Bildern: Die Auf- und Abstiege von Hannover 96

Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. Zur Galerie
Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. ©

96 druckvoll und mit deutlich mehr Chancen

Schon bevor der U21-Nationalspieler Anton kurz vor das Pause das erlösende 1:0 köpfte, hätte Hannover mehrfach in Führung gehen müssen. In der 25. Minute kam Prib im Strafraum zum Schuss. In der 31. Minute schoss Bebou nach einem schönen Konter freistehend über das Tor. Und nur eine Minute später scheiterte der zweite Stürmer Hendrik Weydandt an Freiburgs Torwart Alexander Schwolow.

Mit zwölf Torschüssen in nur einer Halbzeit stellten die Niedersachsen ausgerechnet am Tag ihres Abstiegs eine Bestmarke für diese Bundesliga-Saison auf. Hannover mit Bebou und Hannover ohne Bebou - das macht einen großen Unterschied.

Bilder zum Spiel Hannover 96 gegen SC Freiburg

Linton Maina hat nach dem besiegelten 96-Abstieg Tränen in den Augen, Kapitän Marvin Bakalorz tröstet ihn. Zur Galerie
Linton Maina hat nach dem besiegelten 96-Abstieg Tränen in den Augen, Kapitän Marvin Bakalorz tröstet ihn. ©

Stuttgart spielt nicht mit - 96-Sieg wertlos

Freiburgs Leistung bewegte sich dagegen an der Grenze zur Wettbewerbsverzerrung. Defensiv liefen die längst geretteten Gäste den 96ern nur hinterher. Und in der Offensive ließen sie die wenigen Kontergelegenheiten, die sich durch Hannovers Dauerdruck fast zwangsläufig ergaben, geradezu kläglich liegen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fielen die Tore zum 2:0 für Hannover und zum 2:0 für Stuttgart innerhalb kurzer Zeit. So wussten die Zuschauer auf der Tribüne und bald darauf auch die Spieler auf dem Rasen, dass die starke Leistung gegen Freiburg mit großer Wahrscheinlichkeit bedeutungslos sein würde.

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Walace-Traumtor als versöhnlicher Abschluss

Hannovers Offensivdrang erlahmte dadurch ein wenig. Und auch im Stadion kehrte abgesehen vom harten Kern des Fanblocks vorübergehend Stille ein. Richtig laut wurde es noch einmal, als der überragende Bebou in der 79. Minute ausgewechselt wurde und der so oft enttäuschende Walace kurz darauf sein erstes Saisontor schoss. So bekam eine sportlich desaströse Saison für 96 zumindest im eigenen Stadion noch ein halbwegs versöhnliches Ende.

Hier könnt ihr das Spiel im Liveticker nachlesen:

Aufstellung: Das ist die erste Elf von Hannover 96 gegen den SC Freiburg

Michael Esser  Zur Galerie
Michael Esser  ©
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