10. September 2019 / 08:03 Uhr

Hannover 96: Gehen die Kapitäne Bakalorz und Prib über Bord?

Hannover 96: Gehen die Kapitäne Bakalorz und Prib über Bord?

Tobias Manzke und Dirk Tietenberg
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kapitän Marvin Bakalorz (rechts) und sein Vize, Edgar Prib, haben nicht nur durch die Verpflichtungen von Dennis Aogo und Marc Stendera Konkurrenz im Mittelfeld bekommen, auch Waldemar Anton wurde von Mirko Slomka im Training auf der Acht getestet.
Kapitän Marvin Bakalorz (rechts) und sein Vize, Edgar Prib, haben nicht nur durch die Verpflichtungen von Dennis Aogo und Marc Stendera Konkurrenz im Mittelfeld bekommen, auch Waldemar Anton wurde von Mirko Slomka im Training auf der Acht getestet. © imago images / eu-images
Anzeige

Nach den Transfers von Dennis Aogo und Marc Stendera wird es im Mittelfeld von Hannover 96 langsam eng. Der Kampf um die Startplätze hat auch für die Kapitäne Marvin Bakalorz und Edgar Prib begonnen - und Mirko Slomka verschärft diesen sogar noch durch das Vorziehen des ehemaligen Kapitäns Waldemar Anton.

Anzeige
Anzeige

Sie sollten die Chefs für den 96-Neuaufbau sein – jetzt droht ihnen zumindest auf dem Platz die Degradierung. Mit den Vertragsverlängerungen von Kapitän Marvin Bakalorz (29) und seinem Stellvertreter Edgar Prib (29) hatte 96 eine wichtige Baustelle ge­schlos­sen. Das Duo steht für Identifikation, Meinungsstärke, Arbeit auf dem Platz. Die Baustellen, die für den mäßigen Saisonstart des Absteigers verantwortlich sind, konnten Bakalorz und Prib auf dem Platz bisher aber nicht schließen: Dem 96-Spiel mangelt es vor allem an Kreativität und Torgefahr aus dem Mittelfeld, dem Kerneinsatzgebiet der beiden Führungsspieler. Müssen die Kapitäne jetzt vielleicht von Bord?

Marvin Bakalorz: Bilder seiner Karriere

Von Preußen Münster wechselte Marvin Bakalorz 2010 in die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Insgesamt drei Jahre blieb er im Ruhrgebiet. Zur Galerie
Von Preußen Münster wechselte Marvin Bakalorz 2010 in die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Insgesamt drei Jahre blieb er im Ruhrgebiet. ©
Anzeige

Slomka lobt Aogo

Mit den Verpflichtungen von Dennis Aogo (32) und Marc Stendera (23) hat 96-Trainer Mirko Slomka für das Spiel am Samstag gegen Bielefeld und in den kommenden Wochen Alternativen zur Verfügung. Aogo dürfte da­bei ziemlich sicher auf der Sechser-Position gesetzt sein.

Im Geheimtest gegen Werder Bremen (0:1) letzte Woche versuchte sich der Ex-Nationalspieler eine Halbzeit auf dieser Position – und überzeugte. Aogo be­sticht durch gute Ballbehandlung, starkes Passspiel und eine gute Übersicht. Für den Neuzugang gab es am Montag Lob von Slomka, der beim Training die Bälle von Aogo lobte.

Bakalorz offensiver?

Bakalorz hingegen hatte zuletzt arg mit sich und seiner Form zu kämpfen. Gegen Fürth und in Hamburg wurde er nach schwachen Leistungen jeweils ausgewechselt.

In einem System mit nur einem Sechser dürfte Aogo zurzeit den Vorzug vor Bakalorz bekommen. Das heißt aber nicht automatisch, dass der Kapitän raus ist. Er könnte auch auf der Achter-Position, also weiter vorne, zum Einsatz kommen, wenn Slom­ka an Waldemar An­ton als Innenverteidiger festhält oder Stendera noch mehr Spielpraxis braucht.

Mehr Berichte über Hannover 96

Auch Prib ein Kandidat für die Acht

Mit dem Ex-Frankfurter wird 96 vorsichtig umgehen. Der 23-Jährige hat trotz seines Alters schon eine lange Krankenakte, er musste al­lein wegen zweier Kreuzbandrisse monatelang aussetzen. Er ist, wenn er fit ist, ein Kandidat für den Achter-Job im vorderen Mittelfeld. Dort spielte er auch im Test gegen Werder und vergab eine Tor­chance. Auf der Position kann auch Prib ran, der es in den letzten Wochen zumindest besser machte als Kapitän Bakalorz.

Im Montags-Training, in dem es viel um Technik und scharfes Passspiel ging, stand Aogo zusammen mit Prib und Anton in der Schaltzentrale. Aogo übernahm den defensiven Part, die anderen beiden spielten einen Tick davor. Für Anton verteidigte Felipe in der Viererkette neben Marcel Franke. Bakalorz und Stendera kamen im anderen Team zum Einsatz.

Edgar Prib: Bilder seiner Karriere

Edgar Prib im Jahr 2009: Portrait im Dress der SpVgg Greuther Fürth, bei der er seit der Jugend spielte. Zur Galerie
Edgar Prib im Jahr 2009: Portrait im Dress der SpVgg Greuther Fürth, bei der er seit der Jugend spielte. ©

Slomka wird seine Kapitäne brauchen

Fakt ist: Nach dem schlappen Auftritt in Hamburg (0:3) muss 96 gegen Bielefeld ein anderes Gesicht zeigen – wahrscheinlich auch mit anderen Gesichtern auf dem Platz.

Fakt ist aber auch: Wenn Slomka den Totalumbruch im Mittelfeld wagt und mit Aogo, Stendera und Anton in der Zentrale aufläuft – seine Kapitäne wird er dennoch brauchen. Bakalorz und Prib haben nicht nur bei den Fans ein großes Standing, ihr Wort hat auch in der Kabine einen extrem großen Wert.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN