10. September 2019 / 11:40 Uhr

Hannover 96: Gerhard Zuber kämpft vor Gericht ums Abschiedsgeld

Hannover 96: Gerhard Zuber kämpft vor Gericht ums Abschiedsgeld

Thomas Nagel
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gerhard Zuber spielt seit dem Sommer in den Planungen von Hannover 96 keine Rolle mehr.
Gerhard Zuber spielt seit dem Sommer in den Planungen von Hannover 96 keine Rolle mehr. © Florian Petrow
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Spätestens seit Jan Schlaudraff Sportdirektor von Hannover 96 ist, befindet sich Gerhard Zuber im Abseits. Zuber steht zwar noch bei den Roten unter Vertrag, spielt aber keinerlei Rolle mehr in der Operative. Nun scheiterte eine Güteverhandlung zwischen beiden Parteien vor dem Arbeitsgericht.

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Für viele 96-Fans war es eine Überraschung, dass Gerhard Zu­ber (43) im Frühjahr als Sportlicher Leiter im Amt blieb. Der Assistent des gefeuerten Managers Horst Heldt wurde noch für die Kaderplanung benötigt. Doch spätestens seit dem Sommer befindet sich Zuber im Ab­seits. Gestern scheiterte die Güteverhandlung im Arbeitsgericht zwischen ihm und 96. Anwesend waren Zuber selbst und auf 96-Seite unter anderem Geschäftsführer Björn Bremer.

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Martin Kind will von Absprache nichts wissen

Glaubt man Zubers An­walt, dann macht 96 seinem Sportlichen Leiter das Leben schwer. „Er muss in einem Lagerraum arbeiten, ihm sind alle Arbeitsmittel genommen worden.“ Dem trat der 96-Anwalt ent­ge­gen: „Er hat ein ganz normales Büro mit PC und Telefon.“ Doch die Realität sieht anders aus. Im Juli sagte 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff: „Gerry Zuber ist noch da, aber spielt in dem Bereich keine Rolle mehr.“ So durfte der Sportliche Leiter nicht mal mehr ins Trainingslager mitfahren. Deutlicher kann eine Degradierung nicht ausfallen.

Fakt ist: Zuber hat einen Vertrag bis 30. Juni 2020. Es gibt sogar noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr. Den hatte Heldt unterschrieben und sich auf eine Vereinbarung mit 96-Chef Martin Kind berufen. Doch Kinds Unterschrift fehlt. Der 96-Profichef, nicht bei dem Gütetermin dabei, will von der Absprache nichts wissen.

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Zubers Anwalt volle Bezüge

Der Verein wäre bereit gewesen, Zuber bis zum 30. Juni 2020 freizustellen, allerdings nur für 80 Prozent der Bruttovergütung (nach NP-Infos rund 140 .000 Euro). Hätte der Sportliche Leiter vor der Zeit einen neuen Job gefunden, hätte er weitere Einbußen hinnehmen müssen. Zubers Anwalt forderte hingegen eine Freistellung bis Mitte nächsten Jahres bei vollen Bezügen (rund 180. 000 Euro) und sechs Monatsgehältern Abfindung (rund 120 .000 Euro).

Zuber schwieg während der Verhandlung, ihm macht die Situation deutlich zu schaffen. Die Parteien haben jetzt bis Dezember Zeit, sich außergerichtlich zu vergleichen.

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