27. April 2021 / 06:58 Uhr

"Gelesen habe ich das auch": Paderborns Steffen Baumgart dementiert Kontakt zu 96

"Gelesen habe ich das auch": Paderborns Steffen Baumgart dementiert Kontakt zu 96

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Laut Steffen Baumgart selbst hat es noch keinen Kontakt mit 96 gegeben.
Laut Steffen Baumgart selbst hat es noch keinen Kontakt mit 96 gegeben. © picture alliance/dpa
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Paderborns Trainer Steffen Baumgart gilt als potenzieller Nachfolger für Kenan Kocak bei 96. Es soll sogar schon Gespräche gegeben haben. "Gelesen habe ich das auch", sagt der 49-Jährige. Einen Kontakt dementiert er jedoch. "Insofern: Warten wir doch mal ab, es ist alles offen."

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Es gibt nicht viele Trainer, die sich so herrlich leidenschaftlich ärgern können wie Steffen Baumgart. Seine Wutrede nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Dortmund und dem Abseitsgegentreffer hat Kultstatus. Ein Kernsatz: „Das geht mir auf den Zünder.“ Seine Lunte an der Seitenlinie ist stets gezündet und kann sehr kurz werden.

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Am Montag aber ging der Paderborner Trainer gut gelaunt ans Telefon. Was dran sei an dem Gerücht, dass er Trainer-Kandidat bei Hannover 96 sei? Da lachte Baumgart. „Gelesen habe ich das auch“, sagte er dann.

Der 49-Jährige hat Gründe für seine gute Laune. Seine Emotionen an der Seitenlinie sind bei unterschiedlichen Klubs gefragt, bei 96 und beim 1. FC Köln. Baumgart hatte verkündet, seine Arbeit in Paderborn nach dieser Saison zu beenden. Er wolle etwas Neues machen.

Auch Cherundolo und Zimmermann Kandidaten

Sein Name fiel bei 96 nun nicht zum ersten Mal. 2019 war er schon einmal Kandidat für die Nachfolge von André Breitenreiter. Es kam Thomas Doll. Nun ist Baumgart erneut im Rennen, als einer, wenn nicht sogar als der Wunschkandidat für die Nachfolge von Kenan Kocak.

Zu den Namen, die intern diskutiert werden zählen auch Steven Cherundolo, der aktuell in Las Vegas ein Zweitligateam coacht, und Jan Zimmermann, der den TSV Havelse wieder stark und zum Aufstiegskandidaten für die 3. Liga gemacht hat.

Baumgart bleibt im Gespräch angriffslustig, eine Eigenschaft, die auch seinem Spielstil nachgesagt wird. Er diskutiert über Trainer, die immer häufiger selbst entscheiden, wie ihre Karriere weitergeht. „Das finde ich gut“, sagt er.

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Ralf Rangnick (Juli 2001-März 2004): Wo wäre Hannover 96 wohl heute ohne ihn? In überragender Manier stiegen die Roten im Jahr 2002 mit Rangnick nach 13-jähriger Abstinenz wieder in die Eliteliga auf. Im ersten Bundesliga-Jahr feierte Rangnick in Hannover noch den Klassenerhalt - in der dritten Saison seiner Amtszeit war dann Schluss für den Mann aus Backnang. Eine 0:1-Pleite am Gladbacher Bökelberg bedeutete das Ende für Rangnick.   ©

Die Geschichte mit ihm und 96 sei ja auch schön und gut, meint er, „aber dafür müsste es einen Kontakt gegeben haben – und den habe es nicht gegeben. Insofern: Warten wir doch mal ab, es ist alles offen.“

Fest steht bisher tatsächlich: Seine rasante Karriere in Paderborn endet: Klassenverbleib in den 3. Liga am grünen Tisch 2017, Aufstieg in die 2. Liga 2018, Aufstieg in die Bundesliga 2019, Abstieg in die 2. Liga 2021. Der Mann hat Nerven. Muss er haben, wenn er in Köln oder bei 96 arbeiten möchte.