12. März 2021 / 19:08 Uhr

Sebastian Ernst kehrt zurück! Fürther Mittelfeldmotor wechselt im Sommer zu Hannover 96

Sebastian Ernst kehrt zurück! Fürther Mittelfeldmotor wechselt im Sommer zu Hannover 96

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Sebastian Ernst kommt aus der 96-Jugend, in Fürth reifte er zum Zweitligaprofi.
Sebastian Ernst kommt aus der 96-Jugend, in Fürth reifte er zum Zweitligaprofi. © imago images/Passion2Press / Ulrich zur Nieden
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Er kehrt nach fünf Jahren zurück und ist der erste Sommerzugang von Hannover 96: Sebastian Ernst, einst bei 96 ausgebildet, unterschreibt bei den Roten bis 2024. Sein Vertrag bei Greuther Fürth läuft aus. Zwei weitere Transferkandidaten spielen beim kommenden Gegner Würzburger Kickers.

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Hannover 96 hat den ersten neuen Spieler. Sebastian Ernst kehrt aus Fürth zurück. Der 96-Plan ist, dass der 26-Jährige der neue Haraguchi wird. 96 rechnet zum Saisonende mit dem Abgang von Genki Haraguchi. Der Japaner hat angekündigt, dass er seinen auslaufenden Vertrag nur verlängern wird, wenn 96 aufsteigen sollte.

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Mit Ernst ist alles fix, zwei mögliche Zugänge könnten am Sonntag vorspielen – wenn sie denn Würzburgs Trainer Bernhard Trares aufstellt. Mittelfeldspieler Patrick Sontheimer (22) und Stürmer Marvin Pieringer (21) stehen bei 96 auf der Liste.

Das ist Sebastian Ernst: Eine Karriere in Bildern.

Schon als A-Jugendlicher spielte Ernst hin und wieder in der zweiten Mannschaft von Hannover 96. In seinem ersten Herrenjahr schlug er gleich richtig ein. Er absolvierte 30 Spiele und erzielte zehn Tore in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Hier freut er sich über einen Treffer gegen den SV Wilhelmshaven. Zur Galerie
Schon als A-Jugendlicher spielte Ernst hin und wieder in der zweiten Mannschaft von Hannover 96. In seinem ersten Herrenjahr schlug er gleich richtig ein. Er absolvierte 30 Spiele und erzielte zehn Tore in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Hier freut er sich über einen Treffer gegen den SV Wilhelmshaven. © imago

"Er ist ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft fürs nächste Jahr"

Sebastian Ernst ist ein typisches Beispiel für einen der vielen Spieler, die bei 96 verkannt wurden. Geboren in Neustadt am Rübenberge, kickte er zwischen 2006 und 2016 bei 96. In der Bundesliga schaffte er es nur auf die Bank, spielte einmal im DFB-Pokal. Als es nach seinem Durchbruch aussah, stoppte ihn eine Verletzung.

Seit 2017 spielt er in Fürth. Trotz der Aussicht, mit Fürth in der in der Bundesliga zu spielen, geht Ernst mit 96 in die nächste Zweitligasaison. Er kommt ablösefrei. Bei 96 hat er für drei Jahre zugesagt. Sportchef Gerhard Zuber freut sich, "dass wir mit Sebastian Ernst einen Spieler für uns gewinnen, der sich zu 100 Prozent mit Hannover 96 identifiziert". "Er kommt aus dem eigenen Stall, hat unsere Akademie komplett durchlaufen. In seinen Stationen danach hat er sich dann nochmals sehr gut weiterentwickelt, die Sporen verdient und konnte sein Talent und sein Können unter Beweis stellen. Wir sehen in ihm sehr viel – er ist ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft fürs nächste Jahr", so Zuber weiter.

Ernst selbst freut sich ebenfalls, in seine Heimat zurückzukehren: "96 ist der Klub, bei dem ich die meiste Zeit meines Lebens gespielt habe. Es ist eindeutig eine Entscheidung für Hannover 96 und keine gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. Es ist Ehrensache, dass ich dort natürlich bis zum letzten Tag alles geben werde."

Kind ärgert verfrühte Öffentlichmachung des Deals

Dass die Einigung mit Ernst durch einen Bericht der „Bild“ öffentlich wurde, ärgert 96-Chef Martin Kind. „Wir wollten die Absprache mit Fürth beachten, für diesen Vertrauensbruch müssen wir uns entschuldigen.“ Durch die angestrebte Geheimhaltung sollte verhindert werden, dass Unruhe in den Aufstiegskampf getragen wird. Die Fürther wollten ja auch mit Ernst verlängern.