31. März 2021 / 19:32 Uhr

Dank Thioune wieder ein Thema: Startet der HSV in Hannover mit 96-Flop Bobby Wood?

Dank Thioune wieder ein Thema: Startet der HSV in Hannover mit 96-Flop Bobby Wood?

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
HSV-Trainer Daniel Thioune (eingeklinkt) könnte Bobby Wood (vorne) gegen seinen Ex-Verein Hannover 96 erneut starten lassen.
HSV-Trainer Daniel Thioune (eingeklinkt) könnte Bobby Wood (vorne) gegen seinen Ex-Verein Hannover 96 erneut starten lassen. © 2021 Getty Images / dpa
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Es wäre eine kuriose Geschichte: Bobby Wood winkt der zweite Startelfeinsatz seit November 2019 für den Hamburger SV - und das bei Hannover 96, seiner ehemaligen Spielstätte. Unter Daniel Thioune rückte der US-Amerikaner immer näher an die Mannschaft heran. 

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Zugegeben, die Scorerquote von Bobby Wood liest sich auch in dieser Serie eher harmlos: 15 Einsätze, ein Treffer, eine Vorlage. Aber dass der einstige 96-Leihprofi überhaupt noch mal eine Rolle beim Hamburger SV spielt, ist überraschend genug. Beim Pflichtspiel in Hannover am Ostersonntag (13.30 Uhr) winkt ihm erneut die Startelf – zum zweiten Mal seit November 2019.

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Wood kommt aus der Jugend von 1860 München... ©

96-Engagement wurde zum Missverständnis

Bei seinem Leihengagement in Hannover floppte der US-Boy in der Saison 2018/19. Der HSV wollte Topverdiener Wood (damals 3,5 Millionen Euro, jetzt in der 2. Liga noch immer 2 Millionen pro Jahr!) wegen sinkender Torquote anderswo parken. Nach einem guten HSV-Jahr hatten die Entscheider ihm einen Mega-Vertrag gegeben, dem der jetzt 28-Jährige nie gerecht wurde. Durch die Leihe hoffte Hamburg auf neuen Wind für Wood, 96 hoffte auf Tore für den erneuten Klassenerhalt in Liga 1.

Aus beiden Wünschen wurde nichts. Lediglich bei einem Doppelpack gegen Stuttgart zu Saisonbeginn hielt Wood mal, was 96 sich von ihm versprochen hatte. In den anderen 19 Ligaspielen gelang ihm nur ein weiterer Treffer, im letzten Saisondrittel fehlte Wood ganz: erst mit Knieproblemen, dann wegen des Trainingsrückstandes. 96 stieg als Tabellenvorletzter ab.

Thioune gab Wood neue Chance

Nach der Hamburg-Rückkehr hatte Wood weiterhin einen schweren Stand. Der HSV wollte ihn von der Payroll bekommen, fand aber keinen Abnehmer – nicht verwunderlich bei dem Gehalt. Wood saß den Stress aus, auch als Dieter Hecking ihn auf die Tribüne verbannte.

Doch dessen Trainer-Nachfolger Daniel Thioune hat Wood aus der HSV-Mottenkiste geholt, gibt dem US-Boy zumindest als Joker regelmäßig ein bisschen Spielzeit. Beim 2:0-Sieg des HSV gegen Heidenheim vor elf Tagen stand er überraschend sogar von Beginn an auf dem Feld – erstmals nach 16 Monaten Startelf-Pause. Der Corona-Ausfall von Stürmerstar Simon Terodde machte es möglich.

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Terodde mit Trainingsrückstand

Allerdings war Wood der einzige, der bei einer sonst richtig guten Leistung etwas abfiel. Weil Sturmstar Terodde nach der häuslichen Quarantäne Trainingsrückstand hat, winkt Wood dennoch erneut ein Platz in der ersten Elf. Aus 96-Sicht wär’s gut, wenn der US-Boy seine übliche Torquote noch eine weitere Woche beibehält.

Beweisen muss sich der Mittelstürmer sowieso nicht mehr: Woods HSV-Vertrag läuft im Sommer aus und wird nicht verlängert. Er geht zurück in die USA, soll beim MLS-Team Real Salt Lake anheuern.