14. Januar 2022 / 20:25 Uhr

Gelungener Start ins neue Jahr: Maina schießt Hannover 96 zum 1:0 in Rostock

Gelungener Start ins neue Jahr: Maina schießt Hannover 96 zum 1:0 in Rostock

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Lass dich knuddeln: Linton Maina lässt sich nach seinem Treffer von seinen Mitspielern feiern.
Lass dich knuddeln: Linton Maina lässt sich nach seinem Treffer von seinen Mitspielern feiern. © dpa
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Das nennt man dann wohl einen gelungenen Start: Hannover 96 hat im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres in der 2. Bundesliga dank Linton Maina einen 1:0 (0:0)-Sieg bei Hansa Rostock eingefahren. Es war nicht alles Gold, was glänzt, am Ende zählt aber nur das Ergebnis.

Happy New Year, Hannover 96. Es sollte eine fröhliche Neujahrs-Party werden bei Hansa Rostock nach einem 2021 zum Vergessen. 96 gewann wie geplant, aber extrem glücklich gegen die zuvor punktgleichen Rostocker. Ein gelungener Ergebnis-Start ins Jahr 2022, der glücklicher kaum hätte laufen können. Weil Linton Maina seine Rakete in einer Szene zündete, war Hannover noch knapp mit 1:0 in Führung gegangen. Schwein gehabt, es war eine von jämmerlichen zwei 96-Torchancen im ganzen Spiel.

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Trainer Christoph Dabrowski hatte den Spielverlauf natürlich ganz anders geplant: Mit zwei hoch eingeflogenen Transfers Mark Diemers und Cedric Teuchert und mit schnellen statt mit torlosen Stürmern. Aber es lief lange Zeit so gut wie gar nichts nach Plan.

Bilder zum Spiel der 2. Bundesliga zwischen Hansa Rostock und Hannover 96

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Bilder zum Spiel der 2. Bundesliga zwischen Hansa Rostock und Hannover 96 ©

Sei Muroya verhakte und verletzte sich bereits in der dritten Minute beim Zweikampf mit John Verhoek derart schwer am linken Fußgelenk, dass 96 mehrere Wochen auf den Japaner wird verzichten müssen.


Muroya blieb am Boden liegen und wimmerte zum Erbarmen. In der fünften Minute musste Jannik Dehm schon hinten rechts einspringen. Muroya stand nur mit Hilfe und Mühe auf, schüttelte mit dem Kopf und humpelte, gestützt von Doc Hauke Mommsen in die Kabine.

96 zeigt eine schwache erste Hälfte

96 wirkte nicht nur geschockt, sondern wie gelähmt. Haris Duljevic verballerte gleich zwei Riesenchancen kurz nach dem Muroya-Aus. Weltmeister Ron-Robert Zieler, nach 13 verletzten Wochen wieder im Tor, war nach einer Viertelstunde schon viermal von links nach rechts gesprungen, zwei Rostocker Chance entschärfte er selbst, zwei schoss Hansa in den Himmel.

96 verweigerte 20 Meter vor dem eigenen Tor den Zugriff in den Zweikämpfen, Sebastian Kerk ließ sich freiwillig tunneln, vorne verhedderte sich Maximilian Beier maximal in sinnlosen Kleinklein-Duellen. Und die beiden Neuen? Teuchert verfehlte mit Kunststückchen den Stil der 2. Liga. Mark Diemers suchte als ordnender Kreativer Anspielstationen, die es nicht gab. Die 96-Offensive bot bis zur Pause nichts an, was für für 2022 Mut machen könnte. Nicht einmal Torschüsse oder gar Chancen.

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Zum Frühstück hatte es noch ein Ständchen für das stürmische Geburtstagskind Teuchert im Hotel gegeben. Es wirkt alles so nett in dieser scheinbar überschätzten Mannschaft. Beim Pausenpfiff sahen sich die Kollegen ratlos an, diskutierten, zuckten mit den Schultern, Kerk diskutierte mit Torwarttrainer Michael Ratajczak die Gründe für seine vielen Ballverluste. Nach dieser indiskutablen ersten 96-Hälfte verstärkte sich eher der Eindruck, als würde Hansa in dieser Liga seine Kogge retten können und das Hannover-Schiff weiter sinken.

96 verschanzte sich in der Ergebnisfestung

Nach der Pause legte 96 ein aber doch ein paar Knoten zu. Bis Linton Maina tat, was Maina am besten kann: sprinten. Er fing einen verirrten Pass der Hansa-Defensive ab und lief den Rostockern davon. So hatte er genügend Zeit, einen Schlenzer zum 1:0 einzuzirkeln (58.). Kurz zuvor hatte Kerk die erste 96-Chance noch kläglich vergeben. Maina machte es besser. Fast alles wieder gut bei 96 – zumindest ergebnistechnisch.

In der letzten halben Stunde hatte Hansa sein Pulver verschossen, 96 verschanzte sich in einer Ergebnisfestung. Niklas Hult wurde drei Minuten vor Schluss noch von Krämpfen im Bein geschüttelt. Aber er hielt durch und 96 das Ergebnis. Die drei Punkte gaben der Mannschaft nachher recht. Aber die Spielweise lässt nichts Gutes ahnen für den Knaller des Jahres am Mittwoch im DFB-Pokal. Borussia Mönchengladbach wird eine 96-Hälfte wie gestern die erste gewiss anders zu nutzen wissen Als die armen Rostocker.