14. Januar 2022 / 20:47 Uhr

Kommentar: 96 wird es in der Rückrunde ähnlich schwer haben wie Hansa Rostock

Kommentar: 96 wird es in der Rückrunde ähnlich schwer haben wie Hansa Rostock

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Glücksmoment: Linton Maina (links) trifft in Minute 59 zum Sieg in Rostock.
Glücksmoment: Linton Maina (links) trifft in Minute 59 zum Sieg in Rostock. © Imago
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Das Ergebnis täuscht über eine schwache Leistung hinweg, die zumindest eine Warnung sein sollte. Ein Kommentar von SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg.

Das stille Örtchen heißt im Ostseestadion die „Schietecke“. Dabei sieht alles hübsch und renoviert aus, was Hansa an der Ostsee aufbaut. Aber das Schiff wird den rettenden Hafen in der 2. Liga nur mit Mühe erreichen. Und wer Hannover 96 gestern über 90 Minuten beobachtete, muss sagen: 96 wird es mit dieser Art und Weise weiterhin ähnlich schwer haben.

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So ein Sieg in Rostock riecht natürlich gleich wieder nach Rettung. Aber so weit ist es noch lange nicht. Das 1:0 täuscht über eine schwache Leistung hinweg, die zumindest eine Warnung sein sollte.

So waren die Profis von Hannover 96 bei Hansa Rostock in Form

Ron-Robert Zieler: Der Torwart erfüllt die Erwartungen komplett. Nach acht verpassten Ligaspielen ist die Nummer eins zurück und auch der erhoffte Rückhalt. Note: 3 Zur Galerie
Ron-Robert Zieler: Der Torwart erfüllt die Erwartungen komplett. Nach acht verpassten Ligaspielen ist die Nummer eins zurück und auch der erhoffte Rückhalt. Note: 3 ©

Für Trainer Christoph Dabrowski war es das vierte Spiel als Trainer der Profis, sein erstes als Profitrainer mit Vertrag. Drei Siege hat Dabrowski geholt, in jedem Spiel schoss 96 mindestens ein Tor. Aber es ist noch lange nicht alles gut. Ergebnistechnisch besser, ja, aber mehr auch nicht.


Der Jubel sollte schnell verfliegen

Auch mit den beiden neuen Spielern, beide nachweislich aus dem höheren Zweitliga-Regal, spielt 96 nicht besser als 2021. Dabrowski muss weiterhin viel entwickeln, damit die Leistung sich so verbessert, dass 96 nicht immer so einen Glücksmoment braucht wie am Freitagabend beim Tor von Linton Maina.

Der Jubel nach einem Kampf ums 1:0 nach dem Abpfiff war verständlich. Aber er sollte schnell der nüchternen Erkenntnis weichen, dass 96 noch lange nicht aus dem Gröbsten raus ist. Ob dazu noch ein Transfer in diesem Winter nötig sein wird, muss Manager Marcus Mann entscheiden. Dem Spiel nach zu urteilen, müsste die Antwort „Ja“ lauten, damit 2022 nicht wieder ein „Schiet-Jahr“ wird.