15. November 2021 / 07:22 Uhr

Weihnachtsendspurt nötig: Mann will Abstand, 96-Boss Kind fordert "Turnaround"

Weihnachtsendspurt nötig: Mann will Abstand, 96-Boss Kind fordert "Turnaround"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Zimmermann (von links) und sein Team müssen am besten schon gegen Paderborn punkten, um die Hoffnungen von Manager Mann und Boss Kind zu erfüllen.
Jan Zimmermann (von links) und sein Team müssen am besten schon gegen Paderborn punkten, um die Hoffnungen von Manager Mann und Boss Kind zu erfüllen. © Florian Petrow/Christian Behrens
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Manager Mann will "Abstand nach hinten gewinnen", 96-Boss Kind "sportlich den Turnaround schaffen". Ganz klar, die Mannschaft von Jan Zimmermann sollte mit dem Heimspiel am Freitag gegen Paderborn tunlichst einen Weihnachtsendspurt einläuten - und punkten. 

Mittlerweile dürften sich die Spieler von Hannover 96 erholt haben vom intensiven Lauftraining am vergangenen Freitag. Sie durften ja für zwei Tage die Beine hochlegen, Samstag und Sonntag war frei. Erst am Montag beginnt die Vorbereitung auf das Spiel am Freitag gegen den SC Paderborn (18.30 Uhr). Die Partie leitet den Weihnachtsendspurt ein.

„Einziges Ziel ist, Abstand nach hinten zu gewinnen“, verlangt Sportchef Marcus Mann. „Das hat höchste Priorität.“ 96-Profichef Martin Kind formuliert ähnlich, „wir müssen sportlich endlich den Turnaround schaffen und von den Abstiegsplätzen und dem Relegationsplatz wegkommen“.

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Dabei steht Trainer Jan Zimmermann in der Pflicht. Jenseits aller Vertrauensbekundungen ist klar – schafft die Mannschaft nicht zügig die Wende, wird der Trainer kaum mehr zu halten sein. Weder mit dem Tabellenplatz noch mit der Spielweise kann irgendwer bei 96 zufrieden sein. Da helfen auch keine klaren Analysen im Nachhinein mehr – es muss sich was drehen.

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„Natürlich ist die Lage gefährlich“, stellt Kind klar. Zimmermann beantwortet die Fragen danach zurückhaltender. „Ich kann die anderen Ergebnisse nicht beeinflussen“, sagt der 42-Jährige. „Ich kann meine Mannschaft so vorbereiten, dass sie auf dem Platz so stark ist, dass sie den Gegner schlagen kann. Das ist mein Job, und darauf konzentriere ich mich.“

Gegen Paderborn gilt: Verlieren verboten!

Schon das Freitagspiel könnte Weichen stellen. „Die Konzentration gilt jetzt nur Paderborn“, sagt Kind. „Alle wissen, worum es geht.“ Der Tabellendritte wird vermutlich ein stärkerer Gegner als zuletzt die Düsseldorfer (1:1). Paderborn gewann fünf der sechs Auswärtspartien, spielte einmal unentschieden und führt die zugehörige Tabelle an. Darunter waren deutliche Siege in Bremen und Aue (jeweils 4:1), Dresden (3:0), Karlsruhe (4:2) und Düsseldorf (3:2). Trainer ist Lukas Kwasniok, den Marcus Mann seinerzeit nach Saarbrücken geholt hat.

Für 96 gilt: Verlieren verboten. Ein Unentschieden könnte auch schon zu wenig sein. Denn danach geht’s nach Karlsruhe (27. November), wo 96 zuletzt nicht oft gewinnen konnte.


Der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga

Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. Zur Galerie
Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. ©

Und dann kommt der Hamburger SV in die HDI-Arena (5. Dezember). Ein Nordderby, bei dem nach den letzten Ergebnissen der Mannschaft von Tim Walter ein Unentschieden zu erwarten wäre. Damit käme 96, aktuell mit nur 13 Punkten auf Platz 15 rangierend, nicht aus der Gefahrenzone. Es braucht jetzt Siege. Der Erfolg beim Letzten in Ingolstadt (11. Dezember) ist eingeplant und sicher Pflicht.

Damit wäre die Hinrunde dann auch schon beendet. Kurz vorm Fest kehren dann noch die Stürmer Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug beim Rückrundenstart zu ihrem Ex-Klub zurück (19. Dezember). Werder schwächelt zwar auch, punktet aber konstanter als 96.

Fünf schwere Partien also für 96 bis zum Fest, zu denen Kind keine Vorgabe machen will. Aber zehn Punkte sollten es schon mindestens werden, um die 20-Punkte-Marke deutlich zu knacken. Nach Leistungen wie beim Test gegen Fünftligist Egestorf/Langreder (5:2) ist allerdings nicht zu erahnen, wie das gelingen soll. Über das Programm zu klagen erübrigt sich auch: Wer Pflichtheimsiege wie gegen Sandhausen, Aue oder Rostock versäumt, muss anders punkten – und zwar ab sofort.