03. Mai 2018 / 15:25 Uhr

Heldt: "Weiteres Jahr ohne Support können wir uns nicht erlauben"

Heldt: "Weiteres Jahr ohne Support können wir uns nicht erlauben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Horst Heldt und die mitgereisten 96-Fans in Köln.
Horst Heldt wünscht sich ein bessere Verhältnis zwischen Verein und Fans. © imago/Revierfoto/dpa (Montage: Sportbuzzer)
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Die aktive Fanszene von Hannover 96 wird auch beim wohl letzten Heimspiel von Hannover 96 den Stimmungsboykott fortsetzen, will nach dem Spiel aber mit der Mannschaft feiern. Doch wird die Mannschaft überhaupt in die Kurve kommen? Darüber ist noch keine Entscheidung gefallen.

Wie geht es weiter mit Hannover 96 und den Fans? Teile der aktiven 96-Fanszene werden auch beim wohl letzten Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin schweigen. Allerdings wollen sie sich nach dem Spiel lautstark bei der Mannschaft bedanken und Abwehrchef Salif Sané verabschieden. Doch wird die Mannschaft überhaupt zur Kurve kommen?

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Darüber ist noch keine Entscheidung gefallen. "Wir wollen die Spieler würdevoll verabschieden", sagte 96-Manager Horst Heldt auf der Preseekonferenz am Donnerstag, "wir werden abhängig vom Rahmenprogramm eine Entscheidung treffen." Soll heißen: Sollte 96 verlieren und noch immer nicht gerettet sein, wird es wahrscheinlich keine zünftige Abschiedsparty mit den Fans geben.

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Beim Spiel gegen den SC Freiburg, als der harte Kern der Fans den Stimmungsboykott kurzzeitig ausgesetzt hatte, war es nach dem Spiel zu einem Pfeifkonzert gekommen. Die Mannschaft war nach dem Spiel nicht zur Nordkurve gekommen, um gemeinsam mit den Fans den Sieg zu feiern. Dass hatte diese wiederum verärgert.

​Auch der Verein ist gefragt

Für 96-Manager Horst Heldt ist allerdings klar, dass die Sitmmungskrise in der kommenden Saison nicht weiter anhalten darf. "Wir können uns nicht ein weiteres Jahr ohne Support leisten", stellte er klar.

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Dies sei nicht mit einem Treffen getan. Man müsse Ideen entwickeln, um den seit Saisonbeginn anhaltenden Konflikt zu entschärfen. "Ich bin davon überzeugt, dass man das hinbekommt, wenn man will. Aber da ist jeder gefragt – auch der Verein", machte Heldt deutlich.

Der Streit mit den Fans, die politische Auseinandersetzung im Verein seien auch ein Grund dafür gewesen, dass er sich bei anderen Vereinen beworben habe. "Wenn der Fußball zur Nebensache wird, ist es schwierig seine Vision und Pläne umzusetzen", so Heldt.