08. April 2021 / 11:15 Uhr

"Wir können, wir müssen": 96-Coach Kocak will nicht erneut schlimmen Tag erleben

"Wir können, wir müssen": 96-Coach Kocak will nicht erneut schlimmen Tag erleben

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Erinnerungen an das Hinspiel sind nach wie vor schmerzhaft für 96-Coach Kenan Kocak.
Die Erinnerungen an das Hinspiel sind nach wie vor schmerzhaft für 96-Coach Kenan Kocak. © Florian Petrow/IMAGO/Sven Simon
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An das Hinspiel erinnert sich Kenan Kocak leider noch gut. Das 1:2 war einer "der schlimmsten Tage, die ich als Trainer erlebt habe". Beim Wiedersehen am Donnerstag gibt es kein Vertun: "Wir müssen das Spiel gewinnen, wir können das Spiel gewinnen, und das muss in unsere Köpfe rein", so der 96-Coach. 

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Vom Spiel ge­gen die vielleicht beste Mannschaft der 2. Liga zur schlechtesten. Der HSV konkurriert ja mit Bochum, Fürth und Kiel um den Topplatz. Das 3:3 am Sonntag in Hannover war dabei ein kleiner Rückschlag für die Hamburger. Für 96 war’s ein Punkt für die Moral, mehr aber auch nicht.

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Würzburg bleibt hingegen unbestritten das schwächste Team der Liga. Mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wird der Abstieg nicht mehr zu verhindern sein. Da ist die Ausgangslage vor der Partie am Donnerstag (18.30 Uhr) klar. „Wir müssen das Spiel gewinnen, wir können das Spiel gewinnen, und das muss in unsere Köpfe rein“, fordert 96-Trainer Ke­nan Kocak. Eine erneute Pleite gegen den Letzten könnte auch Diskussionen über das große Ganze bei 96 lostreten.

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Die 1:2-Niederlage im Hinspiel bezeichnet Kocak als einen „der schlimmsten Tage, die ich als Trainer erlebt habe“. Mit Hexenschuss lag er im Hotelbett und sah im TV, wie sich seine Mannschaft nach 1:0-Führung zweimal auskontern ließ. Bei beiden Gegentreffern half Simon Falette mit, der nun „von Spiel zu Spiel stärker wird“, hofft zumindest der Coach.

Sontheimer und Pieringer spielen vor

Kocak hatte den Innenverteidiger unbedingt aus Frankfurt verpflichten wollen. Nun spielt Falette bis zum Saisonende um seine Zukunft in Hannover. Sein Vertrag gilt zwar bis 2023, aber das ist keine Garantie, dass er auch bleiben darf.

Bei 96 basteln sie an der neuen Mannschaft – in Würzburg bereiten sie sich mit dem bereits vierten Trainer der Saison, Ralf Santelli, auf den geordneten Rückzug in die 3. Liga vor. Für Felix Magath, den glücklosen Berater im Hintergrund, soll auch demnächst Schluss sein in Würzburg.

96 denkt darüber nach, sich zweimal bei dem Ab­stei­ger zu bedienen. Mittelfeldspieler Patrick Sontheimer (22) und der aus Freiburg ausgeliehene Stürmer Marvin Pieringer (21) stehen bei 96 auf der Liste. Sontheimers Vertrag läuft aus, er ist ablösefrei – nur unter dieser Bedingung will 96-Chef Martin Kind noch Verpflichtungen zu­stim­men. Sontheimer soll langfristig Dominik Kaiser im Mittelfeld ersetzen.

Das ist der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2020/21 der 2. Bundesliga:

Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig.  Zur Galerie
Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig.  ©

Pieringer ist nur nach Würzburg ausgeliehen, sein Vertrag in Freiburg läuft noch bis Juni 2022. Sollte Freiburg eine Ablöse verlangen, wird’s schwer mit dem Transfer. Beide Würzburger könnten am Donnerstag aber dennoch bei 96 vorspielen, wenn der Trainer sie denn aufstellt. Vielleicht berücksichtigt Santelli dabei seine 96-Vergangenheit. Als Torwarttrainer unter Ralf Rangnick (2001 bis 2003) feierte er beim Aufstieg 2002 mit.

Beim eigentlich angesetzten Spieltermin hätte noch Bernhard Trares die Würzburger betreut. We­gen der Quarkquarantäne nach dem falschen positiven Corona-Test bei Genki Haraguchi fiel das Spiel aus. Das war vor allem bitter für Moussa Doumbouya. Er hätte vor dreieinhalb Wochen in der Startelf gestanden. Zuletzt hatte der Reserve-Angreifer Oberschenkelprobleme, trainierte am Mittwoch aber wieder mit.