16. August 2021 / 10:04 Uhr

"Idee verpufft": Zimmermanns überraschender 96-Plan mit Weydandt geht nicht auf

"Idee verpufft": Zimmermanns überraschender 96-Plan mit Weydandt geht nicht auf

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Überraschend stand Hendrik Weydandt in Dresden in der 96-Startelf. Geholfen hat's nicht.
Überraschend stand Hendrik Weydandt in Dresden in der 96-Startelf. Geholfen hat's nicht. © IMAGO/Picture Point LE
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Mit Hendrik Weydandt in der Startelf wollte 96 in Dresden gegnerische Standards besser verteidigen. Und vorn sollte der Stürmer "die Bälle gut festmachen und ablegen". Funktionierte nicht. "Diese Idee ist dann schon verpufft", konstatierte Trainer Jan Zimmermann enttäuscht. 

Es war Teil des Plans, das Spiel in Dresden zu nutzen, um Hendrik Weydandt aufzupäppeln. Weydandt sollte überall sein, in der Defensive Kopfbälle gewinnen, im offensiven Mittelfeld den Ball für Angriffe klatschen lassen und vorne für Torgefahr sorgen. Es war schon überraschend, dass Trainer Jan Zimmermann Weydandt mit Marvin Ducksch als Stürmer vorzog statt der Pokalvariante mit Philipp Ochs als Zehner und Ducksch als einzigen Stürmer. Der Plan ging schief, aber dies blieb nicht das einzige, was beim 0:2 in Dresden daneben ging.

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Am Freitag gegen Heidenheim muss der 96-Coach wohl ohne Niklas Hult und Sebastian Stolze planen. 96 wird vieles umstellen müssen in dieser Woche: Den Ton, den Zug im Training, das Personal für Heidenheim wird Zimmermann danach aussuchen, wer sich ab Montag hervortut.

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Weydandt tat dies in Dresden nicht. Einigen Ballgewinnen in der Defensive standen zu viele Ballverluste in der Offensive gegenüber. Die Hälfte seiner Pässe landete beim Gegner. Zimmermanns Grundidee von mehr Körperlänge auf dem Platz stellte dem Dresdner Trainer Alexander Schmidt eine Aufgabe: „Börner, Franke, vor allem Weydandt, dann Ducksch und Ernst – die alle auszuschalten, das ist Willenssache: Bin ich Alibi in der Luft oder will ich den Ball?“

Hoffen auf die Rückkehr von Kerk und Maina

Dresden erzielte zwei Kopfballtore, das zweite nach einem Standard – eine klare Antwort auf die Frage, welche Mannschaft eher ein Alibi suchte. „Der Plan war schon, die Dresdner Standards zu verteidigen“, sagte Zimmermann. Außerdem sollte „Weydandt die Bälle gut festmachen, ablegen, damit wir mit dem zweiten Ball nach vorne kommen“.

Zimmermann hatte aber nur gesehen, „dass es hätte klappen können, aber wir haben den Ball nicht festgemacht, uns nicht durchgesetzt, deswegen ist diese Idee dann schon verpufft“, gab er zu.

Gegen Heidenheim hofft 96 nun auf die Rückkehr von Sebastian Kerk und Linton Maina. Und Ochs als Spielmacher? Das war zumindest gegen Viertligist Norderstedt eine gute Idee.