01. Juni 2021 / 11:09 Uhr

Torgefährlicher Elez-Ersatz: Julian Börner für 96 aber nicht ablösefrei zu haben

Torgefährlicher Elez-Ersatz: Julian Börner für 96 aber nicht ablösefrei zu haben

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit ihm beschäftigt sich Hannover 96: Julian Börner.
Mit ihm beschäftigt sich Hannover 96: Julian Börner. © IMAGO/Shutterstock
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Ein Kandidat als Verstärkung für die Innenverteidigung von Hannover 96 ist Julian Börner. Ablösefrei ist der kopfballstarke Linksfuß trotz Abstieg von Sheffield Wednesday in die dritte englische Liga aber nicht zu haben. Eingeplant wäre er nicht als Ersatz für Timo Hübers, sondern Josip Elez.

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Nein, richtig musikalisch scheint Julian Börner nicht zu sein. In einem Video ist der Verteidiger zu sehen und zu hören, wie er sein Antrittsständchen bei Sheffield Wednesday sang. Eine schräge Nummer. Das konnten die Fans des englischen Klubs besser. Sie dichteten ihm ein Lied, wie sie es gerne tun für harte Kerle, die in ihrer Abwehr den Mann stehen sollen. Nun ist Börner nach zwei Jahren in der zweiten englischen Liga ein Kandidat für Hannover 96. Ablösefrei wäre der 30-Jährige aber nicht.

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Börners Lebensmittelpunkt befindet sich nur 100 Kilometer entfernt von Hannover. Ehefrau Kristina und die Kinder Emil und Emma leben in Bielefeld. Auf der Alm, da war mal was. Ein 6:0 gegen Braunschweig, das 96 zurück in die Bundesliga hievte. Börner war an dem Jubeltag beteiligt, wuchtete das 2:0 ins Tor. Danach ließ sich Braunschweig abschießen – und in der HDI-Arena wurde gleichzeitig gesungen, wie nach den internationalen Feiertagen in der Europa League nicht mehr. Börner war an jenem 14. Mai 2016 der Kapitän der Bielefelder Heldenmannschaft.

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Ob Börner 96 nun erneut helfen darf, ist noch nicht ganz klar. Mit Sheffield Wednesday stieg er nach einem 3:3 bei Derby County ab. Eine bittere Erfahrung für den Innenverteidiger. Wieder traf er, diesmal in der 69. Minute zum 3:2 für Sheffield. Ein Tor, das zum Klassenerhalt in der Championship gereicht hätte. Neun Minuten später fiel der Ausgleich. Sheffield stieg ab, Derby blieb drinnen.



Ein kopfballstarker Linksfuß

Börner ist bei den Sheffield-Fans beliebt gewesen, gefeiert und besungen. Aber in die dritte Liga möchte er wohl nicht mitgehen, auch wenn sein Vertrag in South Yorkshire noch ein Jahr läuft. Aber welche Rolle hat sich 96 für den früheren Bielefelder ausgedacht? Seine Erfahrung aus 145 Spielen in der deutschen und 63 Spielen in der englischen zweiten Liga klingt verlockend. Außerdem ist er Linksfuß und erzielte 19 Zweitligatore. Torgefährlicher als Timo Hübers (24) wäre Börner damit schon mal.

Hübers steht vor dem Abschied bei 96. Erste Adresse ist der 1. FC Köln, nach der Trennung von Manager Horst Heldt scheint sich dort der Hübers-Transfer allerdings zu verzögern. Heldt-Nachfolger Jörg Jakobs steht noch auf der Bremse. Börner soll nicht der direkte Nachfolger für Hübers sein. Er ist eingeplant als Ersatz für Josip Elez, der bei Hajduk Split anfängt. Börner ist mit dem Fußball verheiratet, seine Frau „Krissi“ war früher Defensivkraft bei Bundesligist Gütersloh und Weltmeisterin mit der deutschen U20. Ob Börner ein 96-Typ, ein „Burner“ wird wie in Sheffield, wird von den Verhandlungen in den nächsten Tagen abhängen.