05. August 2021 / 10:48 Uhr

Gut bei 96 angekommen: Jannik Dehm ist "ein Typ, der auf Neuanfänge steht"

Gut bei 96 angekommen: Jannik Dehm ist "ein Typ, der auf Neuanfänge steht"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jannik Dehm ist flexibel einsetzbar - das Zentrum zieht den 96-Neuzugang allerdings nicht gerade an.
Jannik Dehm ist flexibel einsetzbar - das Zentrum zieht den 96-Neuzugang allerdings nicht gerade an. © Florian Petrow
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Seine angestammte Position ist die rechts hinten, aber Jannik Dehm ist auf den Außen flexibel einsetzbar. "Das Zentrum ist dagegen nicht so mein Freund", sagt der 96-Neuzugang. Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER beschreibt er sich zudem als "ein Typ, der auf Neuanfänge steht".

Seit zweieinhalb Wochen ist Jannik Dehm bei 96, zuletzt stand der 25-Jährige bei Holstein Kiel unter Vertrag. Seinen ersten Einsatz hatte Dehm im enttäuschenden Heimspiel gegen Rostock, als er zehn Minuten vor Schluss für Florent Muslija in die Partie kam. Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER sprach der Neuzugang über...

... die verpasste Relegation mit Kiel:

"Die ersten Tage danach war man sehr enttäuscht, gerade, weil die Chance greifbar war. Es ist schade, aber auch die Aufgabe jedes Spielers, sich da wieder herauszuziehen."

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... seinen Vertrag in Kiel, der in der Bundesliga weitergelaufen wäre:

"Das hat am Ende nicht mehr gepasst in Kiel. Nach dem Nichtaufstieg habe ich frühzeitig auch entschieden, mich operieren zu lassen und den Nagel entfernen zu lassen, der nach meinem Schienbeinbruch 2019 installiert worden war."

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... die Entscheidung für 96:

"Ich bin ein Typ, der mit dem Bauch entscheidet. Die Ge­sprä­che mit dem Trainer haben mich sehr überzeugt. Er hat mir klargemacht, wie er sich das vorstellt und das Spiel ablaufen soll. Das passt gut zu meiner Philosophie."

... die Aussage des Trainers in den Gesprächen zur Konkurrenz mit Muroya:

"Dazu hat er gar nichts ge­sagt. Ich weiß aber schon aus den Spielen mit Kiel hier, dass die Position gut besetzt ist."

... die Chance, Muroya, auszustechen:

"Meine angestammte Position ist schon rechts hinten. Das hat sich in den letzten Jahren so ergeben. In meiner Jugendzeit habe ich aber auf allen Positionen au­ßen gespielt, jeweils vorn und hinten. Da bin ich sehr flexibel einsetzbar. Das Zen­trum ist dagegen nicht so mein Freund."


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... das Denkmodell des 96-Trainers, ihn in Norderstedt rechts offensiv einzusetzen:

"Das habe ich schon gespielt, wie auch gegen Rostock links hinten. Das wäre kein Problem für mich."

... Angebote aus der Bundesliga, die er nicht angenommen hat:

"Mir ist das Umfeld besonders wichtig, das hat in Hannover gut gepasst. Ich bin ein Typ, der auf Neuanfänge steht. Ich möchte den Weg von Anfang an mitgehen und erfolgreich abschließen."

... das Wiedersehen mit 96-Sportchef Mann:

"Ich habe mit Marcus noch ein Jahr in Hoffenheim zu­sam­men in der zweiten Mannschaft gespielt. Er war unser Kapitän als erfahrener Leitwolf. Man hat schon ge­merkt, dass er später – ob als Trainer oder Sportchef – Verantwortung übernehmen wird. Mit der Entscheidung für 96 hat unser Kontakt von damals allerdings weniger zu tun. Man freut sich aber, sich wiederzusehen."

... das Ende seiner Länderspielkarriere nach der U18 und U19:

"Es ist immer ein Traum, in der Nationalmannschaft zu spielen. Jeder will das Maximale erreichen, deswegen spielt man ja Fußball. Aber ich glaube, da gibt es doch noch genug andere gute Rechtsverteidiger."

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... die Arbeit in Hoffenheim mit Julian Nagelsmann:

"Er ist ein junger Trainer mit einer eigenen Philosophie, die er auch gut durchsetzt. Mir gefällt besonders, dass er trotz seiner jungen Jahre ein gutes Gleichgewicht findet zwischen dem Respekt bei seinen Spielern, aber auch jugendlicher Leichtigkeit."

... sein Leben in Hannover:

"Ich wohne noch im Hotel, unterschreibe aber noch in dieser Woche einen Mietvertrag und ziehe mit meiner Freundin Christina zusammen."

... seine Einstellung:

"Da bin ich sehr einfach gestrickt. Ich bin ein introvertierter Typ, sehr bescheiden, das habe ich so von meinen Eltern vorgelebt be­kom­men."

... seine neue 96-Mannschaft:

"Wir haben einen guten Team­geist. Die Mannschaft hat auch schon die neuen Vorgaben des Trainers gut aufgenommen. Das habe ich in der kurzen Zeit schon ge­merkt."

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... den Berufswunsch Profifußballer:

"Ich komme aus einer fußballbegeisterten Familie, meine Mutter Angelika war meine Trainerin bei den Bambini. Wir waren jedes Wochenende entweder auf dem Tennis- oder Fußballplatz. Mein Vater Frank war eher der Tennisbegeisterte, es war nicht so einfach, ihm zu beichten, dass ich mich für Fußball entscheide, auch wegen meiner Mutter. Sie sind beide stolz auf mich."