16. April 2020 / 10:31 Uhr

"Reha hat mir richtig geholfen": 96-Innenverteidiger Marcel Franke über seine Rückkehr

"Reha hat mir richtig geholfen": 96-Innenverteidiger Marcel Franke über seine Rückkehr

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Marcel Franke schaut derzeit von Tag zu Tag - hofft aber, schon in wenigen Tagen wieder mit der Mannschaft von Hannover 96 trainieren zu können.
Marcel Franke schaut derzeit von Tag zu Tag - hofft aber, schon in wenigen Tagen wieder mit der Mannschaft von Hannover 96 trainieren zu können. © Florian Petrow
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Bis zu seiner Verletzung war Marcel Franke Stammspieler in der Defensive von Hannover 96. Doch die Rückkehr gestaltete sich schwieriger als erhofft. Im ersten Teil des Interviews mit ihm spricht der 27-Jährige über den mühsamen Weg zum Comeback und wann es soweit sein könnte.

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Mittlerweile hat Marcel Franke seit fünf Monaten nicht mehr Fußball gespielt. Der 27-Jährige war bis zu seiner Verletzung absoluter Stammspieler in der Hintermannschaft von Hannover 96. Das Gespräch mit Journalisten wurde per Telefonkonferenz geführt. Dabei sprach der gebürtige Dresdner über...

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... seine Fitness und Gesundheit:

Mir geht's sehr gut. Als die Jungs in Quarantäne waren, war ich für vier Wochen in der Reha – und die hat mir richtig gut geholfen. Ich bin aber auch schon seit zweieinhalb Wochen wieder in Hannover. Ich bin fit, werde das Training steigern und hoffe, dass ich in den nächsten Tagen wieder mit den Jungs trainieren kann.

Zu Teil zwei des Interviews

... die Chance, die Corona-Krise bietet, weil er seine Verletzung ausheilen konnte:

So eine Krise wünscht sich keiner, aber für mich war der Schnitt nicht unbedingt von Nachteil. Es ist erstmal wichtig, dass ich schmerzfrei bin, bei Läufen, Passspiel und so weiter. Wir schauen jetzt von Tag zu Tag, und dann hoffe ich, dass es bald ins Gruppentraining weitergeht.

Mehr über Hannover 96

... seinen möglichen Einsatz bei einer Wiederaufnahme der Saison am 9. Mai:

Im Normalfall wäre das schon realistisch, aber das entscheidet der Trainer. Ich bin halt fünf Monate raus. Die erste Frage wäre aber, ob dann überhaupt gespielt werden kann.

... seine Einstellung zur ausstehenden Entscheidung, ob wieder gespielt werden darf:

Wir sind Fußballer, es ist mein Beruf und meine Leidenschaft, natürlich möchte ich so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen. Aber die Welt dreht sich nicht nur um Fußball. Wir sollten abwarten, wie die Politik entscheidet und sich das alles entwickelt.

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<b>Christian Pander:</b> Der frühere Schalker ist die personifizierte Leidensgeschichte. Als Hannover 96 den Linksfuß im Jahr 2011 unter Vertrag nahm, gab es nicht wenige, die befürchteten, man hätte sich einen neuen Problemfall ins Haus geholt. Doch nachdem der frühere Nationalspieler in seiner ersten Saison 29 Einsätze verzeichnete, verstummte die Kritik (zunächst). In Jahr zwei stand Pander immerhin noch 18-mal auf dem Feld, doch diese Tendenz blieb leider bestehen. Nach insgesamt nur noch 16 Spielen im dritten und vierten 96-Jahr wurde Panders Vertrag nicht verlängert. Zur Galerie
Christian Pander: Der frühere Schalker ist die personifizierte Leidensgeschichte. Als Hannover 96 den Linksfuß im Jahr 2011 unter Vertrag nahm, gab es nicht wenige, die befürchteten, man hätte sich einen neuen Problemfall ins Haus geholt. Doch nachdem der frühere Nationalspieler in seiner ersten Saison 29 Einsätze verzeichnete, verstummte die Kritik (zunächst). In Jahr zwei stand Pander immerhin noch 18-mal auf dem Feld, doch diese Tendenz blieb leider bestehen. Nach insgesamt nur noch 16 Spielen im dritten und vierten 96-Jahr wurde Panders Vertrag nicht verlängert. ©

... seine gescheiterten Comeback-Versuche:

Es war ein Hin und Her. Das Problem war am Außenband, dann habe ich vielleicht einen Tick zu früh angefangen. Letztlich hatte es mit meiner vorigen Verletzung, einem Compartment-Syndrom, zu tun. Ich hatte zu viel Spannung im Muskel, das haben wir bearbeitet in der Reha. Jetzt hoffe ich, dass es hält. Es war eine sehr bescheidene Zeit, wenn man immer wieder vergeblich hofft. Deshalb bin ich auch noch ein bisschen vorsichtig und will es gelassen angehen.

... über das erlaubte Training der Mannschaft mit Corona-Einschränkungen:

So viel kann ich gar nicht dazu sagen, denn ich bin morgens immer früh dran und komme mit den Jungs nicht persönlich in Kontakt. Ich weiß aber, dass sie sich strikt an alles halten, was vorgegeben wird. Das ist wichtig, wir haben da ja eine Vorbildfunktion. Viele Menschen sitzen zu Hause, und wir haben eine Erlaubnis bekommen, dass wir in Kleingruppen trainieren können. Dann sollten wir die Vorgaben auch einhalten.