18. März 2022 / 11:19 Uhr

Ex-96-Publikumsliebling Salif Sané vor Wiedersehen: „War eine richtig gute Zeit“

Ex-96-Publikumsliebling Salif Sané vor Wiedersehen: „War eine richtig gute Zeit“

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gut gelaunt, so kennt man Salif Sané auch in Hannover.
Gut gelaunt, so kennt man Salif Sané auch in Hannover. © IMAGO/RHR-Foto
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96 ist am Samstag zu Gast bei Schalke 04 – und damit auch bei Salif Sané. Im Interview spricht der frühere Publikumsliebling über das Wiedersehen, seine Zeit bei den Roten und auch über eine mögliche Rückkehr nach Hannover.

Salif Sané, Sie kommen gerade vom Training, hatten gerade eine Zerrung. Können Sie gegen 96 am Samstag spielen?

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Ich mache einen Schritt nach dem anderen. Das war ein gutes Training für mich heute. Ob es für einen Einsatz am Samstag reicht, werden wir dann sehen.

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Wollen Sie überhaupt gegen 96 spielen?

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(lacht) Ja, natürlich. Ich habe das Hinspiel schon verpasst. Wenn ich spielen kann gegen Hannover, dann spiele ich. Ich freue mich total.

Sie kennen Linton Maina noch. Wie ist der Kontakt?

Wir reden fast jeden Tag miteinander. Es geht dabei um alles Mögliche, aber hauptsächlich reden wir über Privates.

Salif Sané: Eine Karriere in Bildern

Seit dem Sommer 2013 spielt Salif Sané bei Hannover 96. Im Sommer 2016 wurde der Abwehrspieler von mehreren Bundesligisten umworben - blieb aber bei den Roten und verlängerte sogar seinen Vertrag. Wir blicken auf seine Karriere zurück. Zur Galerie
Seit dem Sommer 2013 spielt Salif Sané bei Hannover 96. Im Sommer 2016 wurde der Abwehrspieler von mehreren Bundesligisten umworben - blieb aber bei den Roten und verlängerte sogar seinen Vertrag. Wir blicken auf seine Karriere zurück. © imago/

Denken Sie an Hannover, woran denken Sie zuerst.?

An das Restaurant „Kilimanjaro“. Da gibt es wirklich gutes afrikanisches Essen, dort war ich häufiger. Außerdem denke ich direkt an meinen Arbeitsweg zum Trainingsgelände von 96.

Welcher 96-Moment war der schönste.


Der Aufstieg, zu 100 Prozent. Das war überragend. Wir hatten eine super Mannschaft und haben in der Saison gut gespielt.

Auf Fotos nach dem Aufstieg werden Sie von den Fans auf Händen getragen. Hatten Sie Angst, runterzufallen?

Nein, Angst hatte ich nicht. Wissen Sie, in so einem Moment vergessen Sie alles. Ich kann es kaum beschreiben. Ich habe den Moment einfach genossen, das war fantastisch. Etwas anderes ist mir aber noch ganz genau in Erinnerung geblieben: Ich hatte in der entscheidenden Partie noch nicht einmal gespielt, weil ich gesperrt war. Im Spiel zuvor gegen Stuttgart war Simon Terodde allein auf dem Weg zum Tor. Ich habe ihn gefoult und dafür die rote Karte gesehen. Ich weiß es noch ganz genau.

Sie sind vier Jahre in Schalke, waren zusammengerechnet zwei Jahre verletzt. Wie ist es Ihnen ergangen in Schalke?

Ich hatte leider immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Das war schwer für den Kopf. Aber die Familie, der Staff auf Schalke und meine Freunde haben mich gepusht.

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Ihr früherer Trainer Dimitrios Grammozis hatte im Winter gesagt, dass Ihr Knie nur noch eine Halbzeit durchhält. Haben Sie Angst gehabt vor dem Ende der Karriere?

Nein, die Angst hatte ich zu keiner Zeit. Ich denke im Spiel nicht an das Knie oder an Verletzungen. Ich brauche einen freien Kopf und den habe ich auch.

Ihr Vertrag endet im Mai. Haben Sie schon Gespräche mit Schalke geführt?

Ich mache mir momentan keine Gedanken über meine Zukunft. Dafür ist jetzt nicht der richtige Moment. Wir wollen unbedingt aufsteigen und darauf fokussiere ich mich.

Kommen Sie zurück nach Hannover?

(lacht) Ich habe, wie gerade gesagt, noch keinen konkreten Plan für die Zukunft.

Wie oft sind Sie noch in Hannover?

Ab und zu. Wenn ich dort bin, möchte ich am liebsten immer alle auf einmal sehen, aber das klappt nicht, weil ich häufig zu wenig Zeit habe. Es ist trotzdem schön, alte Bekannte zu treffen. Oft werde ich dann von ihnen gefragt, warum ich wieder in der Stadt bin.

Abschied: Das letzte Heimspiel von Salif Sané für Hannover 96

Salif Sané ist nach dem Spiel zu TräŠnen gerüŸhrt. Zur Galerie
Salif Sané ist nach dem Spiel zu TräŠnen gerüŸhrt. ©

Weil Sie Hannover lieben?

Ja, das habe ich schon häufig gesagt.

Was macht Ihr Klavierspiel?

Ich habe lange nicht mehr gespielt. Ich spiele manchmal mit meiner Tochter etwas, aber darüber hinaus leider nicht mehr so viel.

Sie hatten in Hannover nicht nur gute Zeiten. Sie waren auch mal in die Reserve versetzt?

Die Zeit in der zweiten Mannschaft war eine wichtige Erfahrung für mich . Ich habe dort richtig Deutsch gelernt, denn die jungen Spieler sprachen nicht so gut Englisch. Auf dem Platz habe ich dort auch alles gegeben und das Lied über mich kam zuerst von den Fans, die bei der zweiten Mannschaft waren. Es war keine schlechte Zeit. Dann kam ich zur ersten Mannschaft, zunächst habe ich in Bremen, dann zu Hause gegen Augsburg gespielt. Dort habe ich auch ein Tor gemacht. Auch danach gab es noch sehr viele schöne Momente. Es war einfach eine richtig gute Zeit in Hannover.

Warum steigen Sie mit Schalke in die Bundesliga auf?

Wir haben viel Potential im Kader. Wenn wir das in den Spielen abrufen, ist es für unsere Gegner immer schwer. Schalke ist ein großer Verein. Als ich jung war, war es schon so. Der Clubgehört einfach in die erste Liga zurück.