02. August 2019 / 07:59 Uhr

96-Sieg und dann Maschseefest-Sause? Mirko Slomka will "mit aller Macht" ein erfolgreiches Comeback

96-Sieg und dann Maschseefest-Sause? Mirko Slomka will "mit aller Macht" ein erfolgreiches Comeback

Tobias Manzke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wenn die 96-Profis gegen Jahn Regensburg einen Sieg bejubeln, ruft das Maschseefest zur Nachfeier. Für Mirko Slomka ist das ist das letzte Heimspiel in der HDI Arena mittlerweile fünfeinhalb Jahre her (im rechten Bild). Feiert er auch Samstag mit den Fans?
Wenn die 96-Profis gegen Jahn Regensburg einen Sieg bejubeln, ruft das Maschseefest zur Nachfeier. Für Mirko Slomka ist das ist das letzte Heimspiel in der HDI Arena mittlerweile fünfeinhalb Jahre her (im rechten Bild). Feiert er auch Samstag mit den Fans? © zur Nieden/imago
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Ein auswärtsstarker Gegner gastiert in der HDI Arena. Jahn Regensburg fordert Hannover 96, für dessen Trainer Mirko Slomka das Erleben der Stadionatmosphäre in der niedersächsischen Landeshauptstadt bereits fünfeinhalb Jahre her ist. Wird er wieder jubeln? 

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Erst 26 000 Karten hat 96 für die Partie am Sonnabendnachmittag gegen Jahn Regensburg verkauft. Trainer Mirko Slomka wünscht sich „30 000 Fans, die uns unterstützen“.

Die Partie ist das erste 96-Heimspiel der Zweitligasaison – und für Slomka die Rückkehr an den erfolgreichsten Arbeitsplatz seiner Karriere: die Trainerbank der jetzigen HDI-Arena. Hier feierte Slomka große Europapokalabende oder Siege gegen Bayerns Superstars.

Bilder vom Training von Hannover 96 am 31. Juli

Trainer Mirko Slomka (rechts) gibt Anweisungen, Iver Fossum hört zu. Zur Galerie
Trainer Mirko Slomka (rechts) gibt Anweisungen, Iver Fossum hört zu. ©

Der letzte Heimauftritt als Hannover-Trainer liegt für Slomka allerdings fünfeinhalb Jahre zurück – es war seine vorletzte Partie als 96-Trainer vor seiner Entlassung. In einem verrückten Spiel gegen Nürnberg gab es im Dezember 2013 nach 0:3-Rückstand noch ein Last-minute-3:3. „Das war ein ziemlich kurioses Spiel, das weiß ich noch“, sagte der Trainer. Die Vergangenheit ist aber abgehakt. „Ich beschäftige mich eher mit der aktuellen Situation.“

Der Jahn: Auswärts stark und torhungrig

Und die sieht so aus, dass die Niederlage in Stuttgart (1:2) ausgiebig „analysiert wurde und wir uns dann frühzeitig mit dem Gegner beschäftigt haben“, erklärte Slomka. Der Jahn hat im Gegensatz zu 96 sein erstes Ligaspiel gewonnen. Gegen Bochum gab es einen 3:1-Sieg.

Die Regensburger gelten besonders als Auswärtsmannschaft als extrem unbequemer Gegner. Das bekam in der vergangenen Saison der Hamburger SV schmerzlich zu spüren, als das Team am sechsten Spieltag mit 5:0 von Regensburgern überrollt wurden. Auch in Köln erzielte das Team fünf Tore, gewann 5:3. „Der Klub arbeitet sehr solide, die Mannschaft ist sehr gefährlich“, weiß Slomka.

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"Wir können uns müssen mehr machen"

Auf seine Mannschaft traf das in Stuttgart nur teilweise zu. In der zweiten Halbzeit kam beim VfB nicht mehr viel, natürlich auch bedingt durch die lange 96-Phase in Unterzahl nach dem Platzverweis von Matthias Ostrzolek. „Wir müssen effizienter im Angriff werden und die Fehler in der Defensive minimieren. Wir können und müssen mehr machen, das ist wichtig in der 2. Liga“, sagte Slomka.

Doppelspitze und Dreierkette?

Für mehr Power im Angriff wird der Trainer gegen Regensburg wohl auf zwei Stürmer setzen. Neben Hendrik Weydandt dürfte Marvin Ducksch von Beginn an zum Einsatz kommen. „Wir haben uns mehrere Alternativen in dieser Woche erarbeitet“, sagte der Trainer. Dazu könnte auch eine Umstellung in der Abwehr gehören: eine Dreierkette gegen Regensburg ist denkbar.

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Hannovers Hendrik Weydandt steigt höher als der Stuttgarter Borna Sosa, kommt aber nicht an den Ball. Zur Galerie
Hannovers Hendrik Weydandt steigt höher als der Stuttgarter Borna Sosa, kommt aber nicht an den Ball. ©

Auf drei Punkte folgt das Maschseefest

Aber in welcher Ausrichtung auch immer, am Ende zählen nur die drei Punkte. „Ich halte es auch für wichtig, dass wir mit aller Macht versuchen, dieses Heimspiel zu gewinnen. Es ist jetzt einfach wichtig, einen Dreier zu holen – bei allem Respekt gegenüber dem Gegner“, so Slomka.

"Die Neuen müssen ja irgendwann auch mal singen"

Für die Profis hätte ein Heimsieg auch einen schönen Nebeneffekt: Mit einem Sieg wird die anschließende Party auf dem Maschseefest sicher ausgelassener. „Es gibt für Sonnabend eine Anfrage aus der Mannschaft und die habe ich beantwortet, ja. Die Neuen müssen ja irgendwann auch mal singen oder so“, sagte Slomka.

Der Plan ist also klar: Ein erfolgreiches Slomka-Comeback in der HDI-Arena beschert den Profis anschließend eine Seesause am Maschsee – zumal am Sonntag frei sein wird. „Wir haben dann eine sehr lange Woche, sodass wir am Sonntag dann einen freien Tag geben können“, sagte Slomka.