26. Oktober 2020 / 18:53 Uhr

Auch dank Falette und Bijol: Bei Hannover 96 ist eine klare Struktur zu erkennen

Auch dank Falette und Bijol: Bei Hannover 96 ist eine klare Struktur zu erkennen

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hatte gegen Fortuna Düsseldorf die meisten Ballkontakte und überzeugte durch ein starkes Aufbauspiel: 96-Neuzugang Simon Falette (rechts).
Hatte gegen Fortuna Düsseldorf die meisten Ballkontakte und überzeugte durch ein starkes Aufbauspiel: 96-Neuzugang Simon Falette (rechts). © Florian Petrow
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"Die Mannschaft entwickelt sich, das ist das eigentlich wichtige Signal", freute sich 96-Chef Martin Kind nach dem 3:0-Heimsieg von Hannover 96 gegen Fortuna Düsseldorf. Großen Anteil daran hatten auch die Neuzugänge Simon Falette und Jaka Bijol, die dem 96-Spiel eine klare Struktur verleihen. 

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Es war ein entspannter Nachmittag für Hannover 96 im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. „Sehr gut und seriös“ fand Kenan Kocak die Leistung seiner Mannschaft. „Sehr zufrieden“ zeigte sich der Trainer auch mit den Neuzugängen Simon Falette und Jaka Bijol.

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Der neue Innenverteidiger in seinem zweiten und der defensive Mittelfeldmann im vierten Spiel haben sich perfekt eingefügt. Falette hatte die meisten Ballkontakte, Bijol strahlte eine große Ruhe aus. Der Ball wird nun sauber nach vorn gespielt und flippert kaum noch durch die Ge­gend. Über Bijol aufgebaut, von Genki Haraguchi in den Strafraum getragen – das sieht nach einer klaren Struktur im 96-Spiel aus. „Die Mannschaft entwickelt sich, das ist das eigentlich wichtige Signal“, meinte 96-Chef Martin Kind.

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"Jetzt müssen wir auch auswärts mal wieder drei Punkte holen"

96 hat nun die drei Heimspiele gewonnen und dabei das schöne Gesicht gezeigt, aber auswärts zweimal verloren. Das reicht für Platz drei, ist aber kein Grund zum Ausruhen. „Jetzt geht es weiter, das Spiel gegen Düsseldorf zählt eigentlich schon nicht mehr“, sagt Haraguchi, „jetzt müssen wir auch auswärts mal wieder drei Punkte holen.“

Zu Hause eine Macht, in der Fremde ohnmächtig – so wird es nicht für den Aufstieg reichen. „Wir müssen weiter diese Gier haben und unsere Chancen, die wir auswärts auch haben, verwerten“, fordert Kocak vor dem Spiel am nächsten Sonntag in Fürth.

Einen Torgaranten wie der HSV hat 96 aktuell nicht

Die Chancenverwertung könnte dabei der wunde 96-Punkt werden. Der HSV aus Hannover hat keinen Torgaranten wie der große HSV und Spitzenreiter in Simon Terodde.

Ducksch hat zwar den Elfmeter verwandelt, weiß aber auch: „Im letzten Spiel habe ich wieder viele Chancen liegenlassen – heute auch zwei.“ Immerhin hatte Ducksch seine Möglichkeiten, Sturmpartner Hendrik Weydandt blieb dagegen ohne jeden Torabschluss.

Womöglich das letzte Spiel mit Zuschauern

Den Sieg feiern dann alle Hand in Hand vor der ausgedünnten Fankurve. Es könnte ja auch auf absehbare Zeit das letzte Heimspiel mit Zuschauern gewesen sein. Sollte der Inzidenzwert in der Region am Tag vor den nächsten Heimspielen über 50 liegen, „werden wir ohne Publikum spielen müssen“, weiß Kind vom Gesundheitsamt.