20. Januar 2021 / 20:06 Uhr

"Kein Anlass, Gehaltszahlungen durchzuführen": 96 geht gegen Jan Schlaudraff in Berufung

"Kein Anlass, Gehaltszahlungen durchzuführen": 96 geht gegen Jan Schlaudraff in Berufung

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Schlaudraff verlässt Ende November mit seinem Anwalt Christoph Crisolli das Gerichtsgebäude.
Jan Schlaudraff verlässt Ende November mit seinem Anwalt Christoph Crisolli das Gerichtsgebäude. © Florian Petrow
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Hannover 96 und die Auseinandersetzungen mit ehemaligen Angestellten vor Gericht - eine unendliche Geschichte. Diesmal gehen die Roten im Streitfall mit Jan Schlaudraff in die Verlängerung.

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Die Trennung lief nicht im Guten – und ist auch rund ein Jahr danach nicht abgeschlossen. Die 96-Profiabteilung (KGaA) hat Berufung gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Hannover eingelegt, das Ende November zugunsten des ehemaligen Sportchefs Jan Schlaudraff entschieden hatte.

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Wie 96 mitteilte sei das Urteil damit noch nicht rechtskräftig geworden. Bis zur nächsten Verhandlung dürfte es Monate dauern. Der Klub vertrete weiterhin die Auffassung, dass die außerordentliche Kündigung rechtswirksam erfolgt sei.

Hannover 96 verliert vor dem Arbeitsgericht gegen Jan Schlaudraff: So reagieren die 96-Anhänger in den sozialen Medien

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Hannover 96 verliert vor dem Arbeitsgericht gegen Jan Schlaudraff: So reagieren die 96-Anhänger in den sozialen Medien ©

Fristlose Kündigung im Februar 2020

"Von daher gibt es keinen Anlass, aufgrund der eingelegten Berufung Gehaltszahlungen durchzuführen bis auf diejenigen, die wegen des erstinstanzlichen Urteils des Arbeitsgerichts Hannover vorläufig zu erfüllen waren", schreibt 96 auf der Vereinshomepage.



Schlaudraff war im Februar 2020 fristlos als Manager gekündigt worden, weil er – so argumentierte 96 – im Gespräch mit den Medienchefs Trainer Kenan Kocak beschuldigt habe, Interna durchzustecken.

Vor dem Landesarbeitsgericht geht's weiter

Zu wenig fürs Gericht: Die erste Instanz kassierte die Kündigung, entfristete Schlaudraffs Vertrag, 96 musste 180.000 Euro an (wegen der Kündigung) nicht gezahltem Gehalt überweisen.

Schlaudraffs Salär lag bei monatlich 25 000 Euro. Die auferlegte Summe hat 96 schon beglichen – und jetzt Berufung eingelegt. Nächste Instanz ist das Landesarbeitsgericht, das seinen Sitz ebenfalls in Hannover hat.

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