04. Mai 2021 / 07:10 Uhr

Starke Konkurrenz für 96: Schnappt der HSV Wunschtrainer Baumgart weg?

Starke Konkurrenz für 96: Schnappt der HSV Wunschtrainer Baumgart weg?

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ist heiß begehrt: Auch der HSV soll starkes Interesse an Steffen Baumgart haben.
Ist heiß begehrt: Auch der HSV soll starkes Interesse an Steffen Baumgart haben. © IMAGO/Christian Schroedter
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96-Boss Martin Kind hat sich klar geäußert: Paderborns Steffen Baumgart ist der Wunschkandidat auf die Nachfolge von Kenan Kocak. Nun haben die Roten starke Konkurrenz bekommen, denn auch der Hamburger SV sucht einen neuen Trainer. Ein Kandidat: der bekennende HSV-Fan Baumgart. 

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Möglich, dass schon ganz bald wieder klar wird, wer der große und wer der kleine HSV ist. Der Hannoversche Sportverein von 1896 sucht wie der Hamburger Sportverein zur neuen Saison einen neuen Trainer. 96-Chef Martin Kind hat sich geoutet und hofft, Steffen Baumgart überzeugen und verpflichten zu können. „Er ist der priorisierte Kandidat.“ Ein Treffen ist vereinbart worden. Jetzt wird es jedoch deutlich schwieriger, den Wunschtrainer auch zu bekommen – denn nun mischt der HSV mit.

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Die Hamburger haben am Montag Daniel Thioune mit sofortiger Wirkung entlassen. Der Nachwuchschef Horst Hrubesch übernimmt nur für die restlichen maximal fünf Spiele, falls die Aufstiegsrelegation doch noch erreicht werden sollte. Danach soll ein anderer Coach kommen – und ein sehr ernsthafter Kandidat ist eben auch Baumgart.

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Unglücklicherweise ist der Ex-Profi auch noch bekennender HSV-Fan. Es soll immer ein Traum von ihm gewesen sein, bei dem Klub zu arbeiten. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt wollte allerdings keine Namen kommentieren. „Dazu äußere ich mich grundsätzlich nicht.“ Baumgart soll aber wie von 96 auch vom HSV ein Signal bekommen haben, dass ihn die Hamburger verpflichten wollen.



Schon bei Boldt hatte 96 den Kürzeren gezogen. Kind und Mitgesellschafter Gregor Baum hatten sich mit Boldt getroffen, er sollte Sportchef werden. Der Ex-Leverkusener sagte wie auch Markus Krösche nach dem Vorstellungsgespräch ab. Boldt landete in Hamburg. Krösche erst in Leipzig, ab Juni bei Eintracht Frankfurt.

Statt Boldt oder Krösche fing Jan Schlaudraff bei 96 als Sportdirektor an, wurde aber nach einem halben Jahr schon wieder freigestellt. Gerhard Zuber übernahm aus dem Gerichtsgebäude, er hatte 96 verklagt – und steht nun ebenfalls auf der Kippe. In der Folge der gescheiterten Wunschlösungen Boldt und Krösche hangelte sich 96 von Notlösung zu Notlösung.