12. August 2019 / 08:09 Uhr

Nach 6:0 vor einem Jahr: Warum Hannover 96 den KSC diesmal auf Augenhöhe trifft

Nach 6:0 vor einem Jahr: Warum Hannover 96 den KSC diesmal auf Augenhöhe trifft

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hendrik Weydandt feierte 2018 in Karlsruhe ein Märchen-Debüt für Hannover 96.
Hendrik Weydandt feierte 2018 in Karlsruhe ein Märchen-Debüt für Hannover 96. © imago images/Jan Huebner
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Im August 2018 zerlegte Hannover 96 den Karlsruher SC in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 6:0. Ein Jahr später kommt es wieder zum Duell - diesmal heißt es aber nicht "Riesen gegen Zwerge". Von den Torschützen bei der Gala ist nur noch einer da...

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Von einer Losfee sollte man eigentlich mehr erwarten können, als immer die gleichen Begegnungen zu ziehen. Einen Gefallen hat die frühere Nationalspielerin Nia Künzer Hannover 96 damit auch nicht getan. Denn wenn der DFB-Pokal für Hannover am Montagabend (18.30 Uhr) wieder in Karlsruhe beginnt, dann trifft man sich anders als im Vorjahr auf Augenhöhe.

Am 19. August 2018 zerlegten die Riesen – durch ihre Erstligazugehörigkeit – die KSC-Zwerge aus der 3. Liga mit 6:0. Am 12. August 2019 empfängt Zweitliga-Spitzenreiter Karlsruhe eine 96-Mannschaft, die auf Platz 12 einsortiert ist. Die Tabelle ist zwar nach zwei Spieltagen nicht allzu aussagekräftig, aber immerhin eine Warnung für 96.

Top-Torschützen in Bildern: die 50 erfolgreichsten Torjäger in der Geschichte von Hannover 96 (Stand: 11.08.2019)

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Bilderstrecke: die 50 erfolgreichsten Torjäger von Hannover 96. ©
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Slomka will "leichten Frust" in "positive Energie" umwandeln

„Nicht vergleichbar“ seien die beiden Pokalspiele, sagt auch Mirko Slomka. „Ich glaube, dass jetzt kaum eine Profimannschaft 6:0 gegen den KSC gewinnen würde.“

Der 96-Trainer wäre schon froh, wenn seine Mannschaft überhaupt mal siegen könnte. Denn darum geht es vor allem: „Ergebnisse müssen auf den Platz!“, fordert Slomka. „Wir müssen Resultate holen, die uns im Pokal weiterbringen und in der Liga Punkte bringen.“

„Den leichten Frust“, den der Trainer nach dem Fehlstart in der 2. Liga ausgemacht hat, hofft er „in positive Energie umwandeln“ zu können.

"Es gibt einige, die Steigerungsbedarf haben"

Dem 1:2 in Stuttgart folgte das 1:1 zuletzt gegen Regensburg. Da habe die Mannschaft zwar eine gute Reaktion gezeigt, „es gibt aber einige, die Steigerungsbedarf haben“. Slomka bemängelt: „Es fehlt der Zug zum Tor, wir müssen effektiver sein.“

Da kann sich besonders Marvin Ducksch angesprochen fühlen. „Er hatte zwei sehr gute Torchancen gegen Regensburg“, erinnert sich der Coach, „es muss selbstverständlich sein, dass die Bälle im Tor landen.“

Bilder vom 6:0 von 96 gegen den KSC im August 2018:

Fotos zur DFB-Pokalpartie von Hannover 96 beim Karslruher SC:

Takumo Asano setzt sich gegen den Karlsruher Marvin Wanitzek durch. Zur Galerie
Takumo Asano setzt sich gegen den Karlsruher Marvin Wanitzek durch. ©

Weydandt der einzig verbliebene Torschütze vom 6:0

Etwa so, wie es Hendrik Weydandt vor einem Jahr gelang. Sein Doppelschlag in Karlsruhe war die Geburtsstunde des Märchenstürmers. Seinen ersten beiden Pflichtspieltoren folgte das erste Bundesliga-Tor beim Saisonstart in Bremen.

Weydandt ist auch der einzig verbliebene Torschütze vom 6:0. Kevin Wimmer, Ihlas Bebou (Hoffenheim), Niclas Füllkrug (Bremen) und Takuma Asano (Belgrad) haben den Klub verlassen.

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KSC spielt sehr defensiv ausgerichtet

Nach dem Vorjahrsdebakel fällt Karlsruhes Trainer die Ansprache leicht. „Wir haben eine Kleinigkeit gutzumachen“, sagt Alois Schwartz. „Vergangene Saison sind wir unter die Räder gekommen.“ Das wird sich schon deshalb kaum wiederholen, weil der KSC sehr defensiv ausgerichtet ist. Die Mannschaft spielt klassisch-unmodern mit langen Bällen – und setzt auf Tore nach Ecken und Freistößen. 32 Standardtore waren es in der Vorsaison, drei von sechs Treffern fielen so in den ersten beiden Partien.

Slomka hat „eine Durchschnittsgröße von 1,87 Meter“ bei den Karlsruhern ausgerechnet. „Das müssen wir wissen.“ Der ehemalige Braunschweiger Stürmer Philipp Hofman bringt’s auf 1,95 Meter – aber so lang ist Weydandt auch.

Wer nun wirklich die Riesen und wer die Zwerge sind, wird sich nicht zuletzt daran zeigen, wer wieder im Lostopf liegt. Sollte es 96 sein, hier ein Wunsch an die Losfee: Bitte mal was anderes als in den beiden vergangenen Jahren – da war jeweils Wolfsburg in Runde 2 der Gegner.

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