27. November 2021 / 15:25 Uhr

Debakel im Wildparkstadion: 96 geht beim KSC unter und rutscht auf Platz 16 ab

Debakel im Wildparkstadion: 96 geht beim KSC unter und rutscht auf Platz 16 ab

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Frustration pur: Sebastian Kerk und Hannover 96 kassierten eine deftige Niederlage in Karlsruhe.
Frustration pur: Sebastian Kerk und Hannover 96 kassierten eine deftige Niederlage in Karlsruhe. © imago images/Eibner
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Der Druck auf Jan Zimmermann wächst. Der Rückhalt für den Trainer von Hannover 96 wird nach dem 0:4-Debakel seiner Mannschaft beim Karlsruher SC immer kleiner. Die Roten rutschen durch die Pleite auf den Relegationsplatz ab.

Hannover 96 steht ein eisiger Winter bevor. Beim Karlsruher SC kassierten die Roten am Samstag eine 0:4 (0:3)-Niederlage und rutschten erstmals in dieser Saison auf den Relegationsplatz ab. Es war das siebte Ligaspiel in Serie ohne Sieg. Vor den schwierigen Heimspielen gegen den Hamburger SV (5.12.) und Werder Bremen (19.12.) sowie dem Auswärts-Kellerduell in Ingolstadt (11.12.) wächst der Druck auf Trainer Jan Zimmermann gewaltig.

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Der 96-Rückenwind vom ordentlichen Auftritt gegen den SC Paderborn reichte nur eine knappe Viertelstunde. Zweikampfbetont, intensiv und offen war die Partie - bevor sich 96 binnen zwölf Minuten alles kaputt machte. Nach einer Hereingabe von Philipp Heise ließ die 96-Defensive den einlaufenden Kyoung-Rok Choi komplett allein, der Koreaner traf aus dem Rückraum unbedrängt zur Führung (17.). Daniel Gordon erhöhte nach Heise-Flanke auf 2:0 (27.). Keine zwei Minuten später spazierte Marvin Wanitzek durch den 96-Strafraum und legte das 3:0 nach (29.).

Bilder vom Zweitligaspiel zwischen dem Karlsruher SC und Hannover 96

Ungewohnter Gang auf den Platz: Die 96-Profis vor dem Spiel auf der Wildpark-Baustelle. Zur Galerie
Ungewohnter Gang auf den Platz: Die 96-Profis vor dem Spiel auf der Wildpark-Baustelle. ©

96 nach dem Totalausfall verbessert

Es wirkte wie ein 96-Betriebsausfall, nach dem dritten Gegentor spielten die Gäste plötzlich wieder Fußball. Etwas glücklich kam Lukas Hinterseer frei vor dem Tor an den Ball und schoss zum vermeintlichen 3:1 ein (34.). Doch nach VAR-Eingriff wurde der Treffer wegen Handspiels zurückgenommen - doch keine Torpremiere für den 30-jährigen Österreicher im achten Spiel. Hinterseer war kurz darauf wieder im Pech. Mit einem schönen Schlenzer scheiterte er am Pfosten (39.), kurz vor der Pause rauschte er haarscharf an einer Flanke von Sei Muroya vorbei (44.).


Doppelwechsel zur Pause

Zimmermann reagierte zur Pause und wechselte doppelt. Dominik Kaiser und Hendrik Weydandt ersetzten die schwachen Sebastian Ernst und Maximilian Beier. Weydandt führte sich mit einer schönen Ablage auf Hinterseer, der allerdings verzog, (48.) sowie einem satten Schuss aus der zweiten Reihe ein (55.). Das Problem blieb aber weitestgehend das altbekannte: 96 agierte im letzten Drittel viel zu harmlos. Der KSC verteidigte den komfortablen Vorsprung ohne große Mühe, ohne offensiv noch groß in Erscheinung zu treten.

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Hofmann macht alles klar

Zimmermann brachte alles an Offensivkraft, was ihm zur Verfügung stand. Valmir Sulejmani und Linton Maina kamen für Sebastian Kerk und Hinterseer (74.), Lawrence Ennali für Florent Muslija (83.). Es half nichts. Gefährlich wurde stattdessen der KSC. Choi (77.) und Heise (79) ließen hundertprozentige Chancen auf das 4:0 liegen. Besser machte es Philipp Hofmann. Der Mittelstürmer der Badener tunnelte Hansen aus spitzem Winkel - 4:0. Es brechen ungemütliche Tage an der Leine an.

tk