16. April 2021 / 18:59 Uhr

Abschied im Sommer? Kocak schickt 96-Talent McKinze Gaines zurück zur U23

Abschied im Sommer? Kocak schickt 96-Talent McKinze Gaines zurück zur U23

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Trainiert wieder unter Dabrowski (unten eingeklinkt) statt unter Kocak (oben eingeklinkt): 96-Talent Orrin McKinze Gaines (rechts). 
Trainiert wieder unter Dabrowski (unten eingeklinkt) statt unter Kocak (oben eingeklinkt): 96-Talent Orrin McKinze Gaines (rechts).  © Florian Petrow /dpa
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Fünf Minuten Zweitligaluft durfte Orrin McKinze Gaines im Trikot von Hannover 96 schnuppern. Es könnte dabei bleiben. Seit Dienstag ist der 23-jährige Flügelflitzer zurück bei der U23, soll dort beim ersten Test seit dem Herbst 2020 mitmischen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

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Seit Dienstag gehört Orrin McKinze Gaines (23) nicht mehr zur Trainingsgruppe bei den Profis. Der schnelle Angreifer aus den USA bekam von Profitrainer Kenan Kocak fünf Minuten Spielzeit in der 2. Liga. Am Samstag ist er im ersten Spiel der Regionalligamannschaft dabei. U23-Trainer Christoph Dabrowski sieht ihn zu Höherem berufen.

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Kenan Kocak nahm viele Talente mit in die Trainingsgruppe bei den Profis auf. Einigen gab er Einsätze, Orrin McKinze Gaines spielte ebenfalls fünf Minuten. Ansonsten waren junge Spieler wie Simon Stehle, Mick Gudra, Niklas Tarnat oder McKinze Gaines im Training oft nur nebendran statt mittendrin. In den Trainingsspielen trainierten sie oft abseits der Profis individuell weiter.

Diese Eigengewächse konnten sich bei Hannover 96 nicht durchsetzen - und das machen sie heute

<b>Fynn Arkenberg (Abwehr, fünf Profieinsätze für 96):</b> Seine Karriere startete der Verteidiger beim TSV Havelse. Von dort aus ging es 2011 in die Jugend von Hannover 96, in der Arkenberg die U17 und die U19 durchlief. Im Jahr 2016 dann der bisherige Höhepunkt seiner Karriere: Gegen die TSG Hoffenheim und gegen den FC Bayern München wurde der damals 20-Jährige zu den Profis berufen. Insgesamt absolvierte er fünf Partien für die erste und 69 Partien für die zweite Mannschaft der Roten, bis er Hannover 96 in Richtung Halle verließ. Zur Galerie
Fynn Arkenberg (Abwehr, fünf Profieinsätze für 96): Seine Karriere startete der Verteidiger beim TSV Havelse. Von dort aus ging es 2011 in die Jugend von Hannover 96, in der Arkenberg die U17 und die U19 durchlief. Im Jahr 2016 dann der bisherige Höhepunkt seiner Karriere: Gegen die TSG Hoffenheim und gegen den FC Bayern München wurde der damals 20-Jährige zu den Profis berufen. Insgesamt absolvierte er fünf Partien für die erste und 69 Partien für die zweite Mannschaft der Roten, bis er Hannover 96 in Richtung Halle verließ. ©

Dabrowski traut McKinze Gaines Höheres zu

McKinze Gaines flog vergangenen Dienstag komplett aus der Trainingsgruppe. Nun kümmert sich wieder Regionalligatrainer Christoph Dabrowski um ihn. "Der Junge kann höher spielen als 4. Liga", glaubt Dabrowski. McKinze Gaines wird im ersten Test nach dem Lockdown im Herbst 2020 ebenfalls spielen.

Der Vertrag des Amerikaners läuft im Sommer aus. Der erneute Wechsel steht bevor. MaKinzeGaines, der schon einmal in Darmstadt in der 2. Liga stürmte, kam bisher für eine Vertragsverlängerung nicht infrage. "Er würde schon gerne bei uns bleiben, vielleicht gibt es noch Ideen, aber er sollte schon den nächsten Schritt machen", sagt Dabrowski.

Dabrowski will U19-Talente an Männerfußball heranführen

Den macht er am Samstag erstmal bei der 96-Reserve. Gegner in der Eilenriede ist VfV Hildesheim. Eine Partie ohne Zuschauer. 24 Stunden zuvor muss sich der Gegner testen lassen. "Das war die Voraussetzung", sagt 96-Akademie-Chef Michael Tarnat. "Dank an das Gesundheitsamt, dass Testspiele wieder möglich sind", sagte Tarnat. "Es ist einfach schön, die Jungs wieder in Trikots zu sehen. das haben sich alle verdient."

Die Regionalliga-Saison steht vor dem Abbruch, dennoch testet Dabrowski, der die Talente seit Januar wieder und Hygienevorschriften trainieren darf, weiter. Ihm geht es vor allem um die U19-Spieler des älteren Jahrgang, insgesamt neun, die bereits in der U23 trainierten. "Für die Jungens ist das wichtig, dass sie sich dem Niveau anpassen", sagt Dabrowski.

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Abschiedstournee für "Schulle"

Das heiße aber nicht, "das Christian Schulz keine Spielzeit bekommt". Für Schulz, der 285 Profispiele machte (358 Bundesligaspiele für Bremen und 96), sind die Testspiele der Abschluss seiner aktiven Karriere. "Schulle war in den letztren drei Jahren extrem wichtig für uns", sagt Dabrowski.

Am 16. Oktober hatte 96 II zum letzten mal gespielt - in der Liga beim TSV Havelse.