20. September 2018 / 11:06 Uhr

Kevin Wimmer im Interview: "Mit allen Fans im Rücken sind wir eine Macht" (Teil 1)

Kevin Wimmer im Interview: "Mit allen Fans im Rücken sind wir eine Macht" (Teil 1)

Andreas Willeke
Kevin Wimmer fühlt sich wohl in Hannover.
Kevin Wimmer fühlt sich wohl in Hannover. © Florian Petrow
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Kevin Wimmer kam im Sommer von Stoke City zu Hannover 96. Im ersten Teil des Interviews spricht der Verteidiger über das nächste Spiel in Nürnberg und über das Verhältnis zu seinem jungen Kapitän Waldemar Anton.

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Kevin Wimmer, Ihr Lieblingsfilm ist ja „Hangover, Teil 1“. Haben Sie denn in Ihrer neuen Mannschaft aus Hannover nach dem ersten Saisonteil auch noch etwas zu lachen?

Ja klar, ich fühle mich hier sehr wohl. Das wirkt sich auch aufs Sportliche aus, da läuft’s gleich besser. Wir haben gute Typen, es gibt keinen, der da herausfällt. Wir unternehmen auch au­ßerhalb des Trainings viel miteinander. Da werde ich voll einbezogen – und so, als wäre ich schon lange bei der Mannschaft. Ich bin in Hannover gut angekommen, es passt alles.

Es fällt schwer einzuschätzen, ob sportlich alles passt. Sind zwei Punkte nach drei schweren Spielen gut oder zu wenig?

Das Auftaktprogramm hätte leichter sein können. Der Start war okay, aber wenn man die Spiele einzeln betrachtet, dann waren mehr als nur die zwei Punkte drin. Es war wichtig, mit einem Punktgewinn in Bremen zu starten. Das Spiel gegen Dortmund hätte in beide Richtungen verlaufen können. Am meisten schmerzt aber das Spiel in Leipzig. Wir haben guten Fußball gespielt, uns aber in einigen Situationen zu leicht ausspielen lassen. Dass wir da mit null Punkten nach Hause fahren mussten, war schon eine Enttäuschung.

Kevin Wimmer: Bilder seiner Karriere

2012 kam Kevin Wimmer aus Linz zum 1. FC Köln (hier ein Bild aus dem Jahr 2014). Zur Galerie
2012 kam Kevin Wimmer aus Linz zum 1. FC Köln (hier ein Bild aus dem Jahr 2014). ©
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"Das wäre eine Beruhigung für alle"

Es folgen drei Spiele in einer Woche in Nürnberg, gegen Hoffenheim und in Frankfurt. Wie viele Punkte sind nötig, um nicht in Not zu kommen?

Am besten wäre es, wenn wir jetzt gleich in Nürnberg den ersten Sieg holen. Umso schneller, umso besser. Das wäre eine Beruhigung für alle. Es würde uns sehr weiterhelfen, wenn zu den guten Leistungen auch die ersten drei Punkte kommen. Das hätte zudem einen positiven Effekt auf das schwere Heimspiel drei Tage später gegen Hoffenheim. Grundsätzlich wird es schwer für alle Gegner, uns zu Hause zu schlagen. Jetzt wieder mit allen Fans im Rücken sind wir eine Macht. Schön wäre, wenn wir in der Woche mit den drei Spielen ungeschlagen bleiben würden.

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Die richtige Balance zwischen defensiv gut stehen und offensivem Risiko scheint zu fehlen – zumindest sah es in Leipzig danach aus.

In Leipzig wollten wir in der zweiten Halbzeit den Ausgleich schaffen, da ist klar, dass wir das Risiko erhöhen mussten. Was wir aber abstellen müssen, sind leichte Ballverluste. Wir müssen uns noch mehr darauf fokussieren, immer genügend Männer in der Restverteidigung zu ha­ben, damit wir gut genug aufgestellt sind, um Konter zu verteidigen. Wenn wir diese Balance noch besser finden, wird es noch schwieriger, Tore gegen uns zu schießen.

Ihr eigener Anspruch ist es auch, Führungsspieler zu sein. Wie ist das in der Abwehr neben einem 22-jährigen Jungspund wie Waldemar Anton, der dann auch noch Kapitän ist?

Wenn man nicht wüsste, dass Waldi erst 22 ist ... den Eindruck macht er jedenfalls nicht. Er ist sehr selbstbewusst und völlig zu Recht Kapitän. Ich kann mich glücklich schätzen, so einen richtig starken Spieler ne­ben mir zu haben. Und ich kann auch noch von ihm lernen.

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27. Spieltag (Sonntag, 31. März 2019, 15:30): FC Schalke 04 (H) Zur Galerie
27. Spieltag (Sonntag, 31. März 2019, 15:30): FC Schalke 04 (H) ©

"Verstehen uns auch privat sehr gut"

Aber er auch von Ihnen?

Das hoffe ich doch. Ich habe ein sehr gutes Gefühl neben ihm, wir verstehen uns auch privat sehr gut.

Was Sie gut machen, ist, mit langen Diagonalbällen das Spiel zu öffnen.

Das sind auch Bälle, die der Trainer gerne von mir sieht. Er verlangt, dass wir das Spiel breit ma­chen. Damit werden Diagonalbälle eine gute Option, um viele Spieler zu überspielen und vorne direkt gefährlich werden zu können.

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