04. Dezember 2019 / 07:23 Uhr

96-Coach Kocak erklärt: Darum ist Königstransfer Ducksch draußen

96-Coach Kocak erklärt: Darum ist Königstransfer Ducksch draußen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Marvin Ducksch musste sich unter Trainer Kocak bei 96 zuletzt mit einem Bankplatz begnügen.
Marvin Ducksch musste sich unter Trainer Kocak bei 96 zuletzt mit einem Bankplatz begnügen. © imago images/Steffen Kuttner/Petrow/SPORTBUZZER
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Marvin Ducksch war im Sommer mit 1,5 Millionen Euro der teuerste Neuzugang bei Hannover 96. Beim Spiel auf St. Pauli spielter er keine Rolle: Hendrik Weydandt erfüllt die Sturm-Erwartungen von Trainer Kenan Kocak besser.

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Das Darmstadt-Spiel hatte den neuen Trainer Kenan Kocak ein wenig erschreckt. Nicht wie Thomas Doll damals, der öffentlich seine Verwunderung über das schwache 96 äußerte. Aber intern gab es für Kocak viel zu besprechen, über vieles musste er nachdenken.

Das Verhalten seiner Doppelspitze Hendrik Weydandt/Marvin Ducksch hatte ihm zum Beispiel überhaupt nicht gefallen. Dieses Duo wird es wohl so bald nicht mehr geben. Auch am Samstag gegen Erzgebirge Aue nicht. Nach dem Spiel beim FC St. Pauli sagte Kocak deutlich, warum er Weydandt bevorzugte.

Ducksch spielte beim 96-Spiel auf St. Pauli keine Minute

„Wir haben Standards im Kopf gehabt, das Pressingverhalten im Kopf gehabt, das Anlaufen im Kopf gehabt und die Mentalität im Kopf gehabt. Und das waren die Punkte, wo wir uns für Henne entschieden haben“, sagte Kocak.

Die Ausschlusskriterien sollten Ducksch nachdenklich machen. Der viermalige Torschütze spielte auf St. Pauli keine Minute, obwohl vorne nichts zusammenlief – mit Ausnahme des Siegtores von Linton Maina.

Marvin Ducksch: seine Karriere in Bildern.

Der heute 25-jährige Marvin Ducksch begann seine Fußballkarriere mit vier Jahren beim BSV Fortuna Dortmund 58 und wurde von seinem Vater trainiert. 2002 wechselte er in die Jugend von Borussia Dortmund, welche er anschließend vollständig durchlief. Zur Galerie
Der heute 25-jährige Marvin Ducksch begann seine Fußballkarriere mit vier Jahren beim BSV Fortuna Dortmund 58 und wurde von seinem Vater trainiert. 2002 wechselte er in die Jugend von Borussia Dortmund, welche er anschließend vollständig durchlief. ©
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Dass Ducksch auch gegen Aue draußen bleibt, ist wahrscheinlich. Kocak deutete an, dass er Weydandts Tempo weiter nutzen will. Der wichtige Angreifer hatte auf St. Pauli Probleme, die ungenauen Pässe auf ihn zu verarbeiten. „Es war nicht unser Matchplan, lange Bälle auf ihn zu spielen“, nahm Kocak den Stürmer in Schutz. „wir wollten hinter die Kette spielen. Aber diese Automatismen müssen wir erst reinbekommen, da müssen wir gegen Aue einfach weitermachen.“

Ducksch war zuvor bei allen 96-Siegen auf dem Platz

Weiter mit Weydandt – ohne Ducksch. Es war eine knappe Entscheidung gewesen, weil Kocak intern auch über die Quoten der beiden Stürmer diskutiert hatte. Ducksch war in allen drei Siegen zuvor – in Wiesbaden, in Kiel und in Dresden – auf dem Platz. Weydandt nicht. Der feierte tatsächlich seinen ersten Saisonsieg mit 96 erst in Hamburg bei St. Pauli.

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„Wir haben uns das überlegt“, erklärte Kocak. „Duckschi ist ein guter Fußballer, ein Instinktfußballer, technisch versiert, ein intelligenter Fußballer.“ Aber den Instinkt fürs Tor scheint er verloren zu haben. Seinen letzten Treffer aus dem Spiel heraus erzielte er am 20. September in Kiel (2:1), wo er bester 96er war mit einem Tor und einer Torvorlage. In Karlsruhe (3:3) verwandelte Ducksch am 26. Oktober einen Elfmeter.

Seit dem läuft’s nicht mehr. Der einzige Millionentransfer des vergangenen Sommers (1,5 Millionen Euro) wird wohl auch gegen Aue auf der Bank sitzen.

Weydandt erfüllt Kocaks Erwartungen

Denn Weydandt erfüllte die Erwartungen des Trainers, wenn man davon absieht, dass Stürmer allgemein Chancen erarbeiten und Tore erzielen sollen. Weder das eine noch das andere stand in Weydandts Statistik. Aber er jagte dem Ball nach (Pressing), führte und gewann die meisten Zweikämpfe (Mentalität) und klärte defensiv per Kopf viele Flanken (Standards).

Ähnliche Tugenden wird Kocak gegen Aue erwarten. Für Instinkt-Stürmer Ducksch hieße das: Warten und geduldig sein. Eher nicht seine Stärke.

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Bilderstrecke: die 50 erfolgreichsten Torjäger von Hannover 96. Zur Galerie
Bilderstrecke: die 50 erfolgreichsten Torjäger von Hannover 96. ©
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