27. November 2021 / 16:29 Uhr

96-Meinung: Den unerfahrenen Trainer weitermachen zu lassen, ist nicht mehr zu verantworten

96-Meinung: Den unerfahrenen Trainer weitermachen zu lassen, ist nicht mehr zu verantworten

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Erlebten beim Karlsruher SC ein Debakel: die Profis von Hannover 96. 
Erlebten beim Karlsruher SC ein Debakel: die Profis von Hannover 96.  © Uli Deck/dpa
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Nach dem desaströsen 0:4 in Karlsruhe steht Hannover 96 endgültig mit dem Rücken zur Wand. Es ist keine Spielidee, keine Handschrift und kein Plan zu erkennen - und das am Ende der Hinrunde. Es ist eigentlich nicht mehr zu verantworten, mit dem unerfahrenen Jan Zimmermann weiterzumachen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke.

Und dann schlichen die Spieler nach dem Abpfiff vor die Kurve der paar mitgereisten 96-Fans. Standen da vielleicht zwei Minuten ratlos wie Denkmäler herum, in etwa so teilnahmslos, wie sie gespielt und die Gegentore kassiert hatten. 

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Der Trainer war da nicht dabei. Jan Zimmermann hatte sich schon am vergangenen Montag aus dem Fenster gelehnt und Punkte in Karlsruhe - das wäre ja ein Sieg - versprochen. Das wäre sehr wahrscheinlich, sagte er. Tja, aber dann geht seine Mannschaft 0:4 unter - das ist der tiefste Tiefschlag dieser an Tiefschlägen reichen Saison.

Bilder vom Zweitligaspiel zwischen dem Karlsruher SC und Hannover 96

Ungewohnter Gang auf den Platz: Die 96-Profis vor dem Spiel auf der Wildpark-Baustelle. Zur Galerie
Ungewohnter Gang auf den Platz: Die 96-Profis vor dem Spiel auf der Wildpark-Baustelle. ©

Es wird immer unterirdischer

Seit Wochen war absehbar, dass vieles nicht stimmt. Keine Spielidee, keine Handschrift, kein Plan am Ende der Hinrunde. Statt den Neuaufbau hochzuziehen wird’s immer unterirdischer. 30 Minuten einer keineswegs überragenden Karlsruher Mannschaft reichen, um 96 zum 0:3 zu überfahren. Ein Aufbäumen war’s in der zweiten Hälfte auch nicht, die verlor 96 dann nur mit 0:1.

96-Chef Martin Kind und Sportchef Marcus Mann lassen sich seit Wochen von der bloßen Hoffnung leiten, dass es schon irgendwie besser werden möge. Sie haben die Augen vor den Tatsachen verschlossen, aber das geht jetzt nicht mehr. Der Plan, bis zum Jahresende zu warten und dann über den Trainer zu entscheiden, gehört in den Papierkorb. Jetzt ist der Zeitpunkt, jetzt muss die Entscheidung fallen, wollen sich Kind und Mann nicht für unterlassene Hilfeleistung haftbar machen lassen.

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96 ist ein Abstiegskandidat geworden

Gesundbeten und Sprüche klopfen reicht nicht mehr. 96 ist ein Abstiegskandidat geworden - und den unerfahrenen Trainer weitermachen zu lassen, ist eigentlich nicht mehr zu verantworten.

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