10. Juni 2021 / 11:46 Uhr

96-Meinung: Hannover ist doch keine Endstation für hoffnungsvolle Trainerkarrieren

96-Meinung: Hannover ist doch keine Endstation für hoffnungsvolle Trainerkarrieren

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
André Breitenreiter (links) und Michael Frontzeck (eingeklinkt, rechts) sind nach ihrem Aus bei Hannover 96 wieder in Lohn und Brot - auch Daniel Stendel (rechts) hat einen neuen Trainerjob.
André Breitenreiter (links) und Michael Frontzeck (eingeklinkt, rechts) sind nach ihrem Aus bei Hannover 96 wieder in Lohn und Brot - auch Daniel Stendel (rechts) hat einen neuen Trainerjob. © IMAGO / Getty Images
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In der jüngeren Vergangenheit war Hannover 96 eher "Trainerverbrenner" als Sprungbrett für ambitionierte Übungsleiter. Dass 96 aber nicht zwingend ein Trainergrab ist, beweisen nicht zuletzt die neuen Jobs von André Breitenreiter, Daniel Stendel und Michael Frontzeck, meint SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt. 

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Schön zu sehen, dass Trainerjobs bei 96 doch nicht unweigerlich aufs Abstellgleis führen, wenn es mal vorbei ist – und Hannover nicht automatisch die Endstation für mehr oder weniger hoffnungsvolle Karrieren bedeutet. Am Mittwoch wurde André Breitenreiter als neuer Trainer des FC Zürich vorgestellt, knapp zweieinhalb Jahre nach seiner Entlassung in Hannover.

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Breitenreiter über Sky in die Schweiz

Für Breitenreiter, der bei 96 für den Wiederaufstieg und immerhin ein fröhliches Bundesligajahr steht, hat sich in der arbeitslosen Zeit umtriebig auf Ballhöhe gehalten, zuletzt zeigte er wie etliche andere Kollegen im Wartestand beim Bezahlsender Sky Expertenpräsenz.

Die 96-Trainer seit 2002 - und ihr Punkteschnitt in der Liga (Stand: 15. April 2021)

Ralf Rangnick: 91 Spiele (40-22-29) - 142 Punkte (im Schnitt 1,56). Zur Galerie
Ralf Rangnick: 91 Spiele (40-22-29) - 142 Punkte (im Schnitt 1,56). ©

In der Schweiz bekam Breitenreiter nun einen Zweijahresvertrag, er will offensiv spielen lassen und seine Spieler weiterentwickeln, dabei wünschen wir ein sicheres Händchen.

Stendel und Sievers nach Frankreich

Fast zeitgleich sind auch andere frühere 96-Trainer mit neuen Aufgaben betraut worden, sogar Thomas Schaaf durfte für das Bremer Abschiedsspiel aus der Bundesliga noch einmal als Cheftrainer auf die Bank.

Schaafs 96-Vorgänger Michael Frontzeck wird Co-Trainer von Mark van Bommel in Wolfsburg, Schaafs 96-Nachfolger Daniel Stendel heuert beim AS Nancy in Frankreichs 2. Liga an, seinen haltbaren Kumpel Jörg Sievers nimmt er als Assistent mit.

Mehr zu Hannover 96

Kocak, Slomka und Doll noch ohne Job

Nur die letzten drei 96-Trainer, nehmen wir den Übergangscoach Asif Saric mal aus, sind noch nicht untergekommen: Thomas Doll, Mirko Slomka und Kenan Kocak haben aber auch noch ein bisschen Zeit, bis die Saison losgeht. Spätestens im Herbst, wenn das große Trainerflattern wieder losgeht, werden sie bestimmt auch irgendwo gefragt sein. Muss ja nicht bei 96 sein.