07. Juni 2021 / 15:00 Uhr

96-Meinung: Manager-Aufgaben sinnvoll aufteilen - einen Versuch wäre es wert

96-Meinung: Manager-Aufgaben sinnvoll aufteilen - einen Versuch wäre es wert

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ein denkbares 96-Triumvirat? Jan Zimmermann (von links), Robert Schäfer und Marcus Mann.
Ein denkbares 96-Triumvirat? Jan Zimmermann (von links), Robert Schäfer und Marcus Mann. © Christian Hanke/Hannover 96/IMAGO/Jan Huebner
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Einen guten Manager zu finden, ist extrem schwierig - und 96 war dabei zuletzt nicht sonderlich erfolgreich, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt. Er meint: Es wäre einen Versuch wert, die Aufgaben unter Robert Schäfer, einem Kaderplaner und Jan Zimmermann aufzuteilen.

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Gar nicht so einfach für einen Profi­klub, einen fähigen Manager zu finden – auch wenn das nicht jeden Fehlgriff des 96-Bosses bei der Auswahl entschuldigen kann, dafür waren es dann doch ein paar zu viele seit 1997.

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Theoretisch sieht das Anforderungsprofil für einen Manager ja Folgendes vor: perfekte Marktkenntnisse im Transfergeschäft, Entwicklung eines gewinnbringenden Ankauf-Verkauf-Verhältnisses, gute Teamfähigkeit mit Scouts und Talenteförderern, klare Ansprache für dreiste Spielerberater, verbindlicher Umgang mit den Fans, kundige Umgarnung von Sponsoren, sicheres Handling von vereinsinternen Geldgebern, vertrauensvolle Beziehung mit dem Cheftrainer – und ganz wichtig aktuell: zurückhaltender Umgang mit den deutlich knapper gewordenen Millionen.

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Leider können wir uns an keinen 96-Manager erinnern, der dieses Profil auch nur annähernd erfüllen konnte – nehmen wir mal Jörg Schmadtke aus, der für die attraktive Europazeit und einige fantasievolle Transfers steht, aber letztlich zu wenig Stehvermögen hatte im komplizierten 96-Machtspiel.



Das andere Extrem war Horst Heldt, der sich wie ein Champions-League-Manager aufführte und nicht zuletzt durch den Zehn-Millionen-Irrsinn mit Jonathas 96 um Jahre zurückwarf. Die vorerst letzte Manager-Enttäuschung war Gerhard Zuber, der ein verlorenes Zweitligajahr mitzuverantworten hat und sich nun zu Recht verabschieden muss.

Nach Lage der Dinge hat der 96-Boss aber aus der leidvollen Geschichte gelernt – und denkt offenbar daran, gar keinen klassischen Manager mehr zu verpflichten. Dann müssten sich der neue Geschäftsführer Robert Schäfer, ein Kaderplaner wie der Hoffenheimer Kandidat Marcus Mann und eben der Trainer Jan Zimmermann die Manager-Aufgaben sinnvoll aufteilen. Die drei von der Planstelle – einen Versuch wäre es wert.