11. Mai 2018 / 14:21 Uhr

96-Kommentar zum Fall Schmiedebach: Geld oder Liebe, das ist die Charakterfrage

96-Kommentar zum Fall Schmiedebach: Geld oder Liebe, das ist die Charakterfrage

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schmiede hat in Hannover großes geleistet, wurde zuletzt aber aussortiert.
"Schmiede" hat in Hannover großes geleistet, wurde zuletzt aber aussortiert. © Florian Petrow
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Trainer André Breitenreiter setzt bei Hannover 96 nicht mehr auf Manuel Schmiedebach. Wechselangebote schlug der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler aber aus. Dabei wäre ein Neustart in der zweiten Liga wäre für alle Seiten das Beste, kommentiert Hannover-Sportchef Carsten Bergmann.

202 Spiele bestritt Manuel Schmiedebach im Trikot von Hannover 96 in der 1. und 2. Bundesliga. Eine stattliche Zahl, auf die nicht jeder Profikicker bei seinem Verein kommt. Seit 2008 gehört der 29-Jährige zum Kader. Zehn Jahre, in denen er Höhen und Tiefen durchgemacht, zum Teil sogar maßgeblich mitgestaltet hat. Im Guten wie im Schlechten.

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Zu diesen 202 Einsätzen werden sicherlich nicht viele weitere kommen. Der Ex-Capitano hat seinen Stammplatz auf der Tribüne, genießt dort, ohne ins Schwitzen zu geraten, sein Millionengehalt, das er beim Ex-Manager Martin Bader ausgehandelt hat.

Sportlich folgte der Abstieg, der einstige Führungsspieler wurde aussortiert. Trainer André Breitenreiter hat „Schmiede“ deutlich zu verstehen gegeben, nicht mehr auf ihn zu setzen – doch bisher schlug der Reservist sämtliche Wechselangebote aus, wohlwissend, dass es einen solch hoch dotierten Vertrag nicht wieder geben wird.

Bleibt die Frage mit bald 30 Jahren: Weiter aussitzen oder sich doch noch einmal einer neuen Herausforderung stellen? Eine Charakterfrage.

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„Schmiede“ hat in Hannover Großes geleistet, sicher. Seine Zeit aber ist abgelaufen. Noch so eine Saison im Abseits kann er sich nicht antun wollen – 96 will das nicht und wird sicher Auswege anbieten.

Denn: Einzig das Finanzielle über die eigenen sportlichen Ambitionen zu stellen, wird dem einstigen Leistungsträger nicht gerecht. Ein Neustart in der zweiten Liga wäre für alle Seiten die beste Lösung.

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