01. Juni 2021 / 07:56 Uhr

96-Meinung: Kinds Wunsch-Nachfolger Robert Schäfer ist da, mehr aber nicht klar

96-Meinung: Kinds Wunsch-Nachfolger Robert Schäfer ist da, mehr aber nicht klar

Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bei 96 droht der nächste Ärger, denn der Mutterverein steht einem Profichefkandidaten Robert Schäfer skeptisch bis ablehnend gegenüber, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier. 
Bei 96 droht der nächste Ärger, denn der Mutterverein steht einem Profichefkandidaten Robert Schäfer skeptisch bis ablehnend gegenüber, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier.  © Hannover 96
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Plötzlich war er da, der Wunsch-Nachfolger von Martin Kind. Allerdings übernimmt Robert Schäfer nicht die Geschäftsführung der Profigesellschaft, der Mutterverein steht ihm für diese Position eher skeptisch gegenüber. Es droht neuer Ärger bei 96, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier.

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Okay, der Zeitpunkt war vielleicht ein bisschen überraschend, der Name nicht mehr. Aber wenn nicht jetzt, wann dann? Am späten Montagnachmittag meldete 96: Robert Schäfer wird neuer Geschäftsführer. Und zwar zum 1. Juli. Huch, hat Martin Kind jetzt doch schon seinen Nachfolger präsentiert?

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Noch nicht. Schäfer übernimmt nicht die Geschäftsführung der Profigesellschaft, sondern ist für zwei andere 96-Gesellschaften verantwortlich. Aber Kind will ihn als seinen Nachfolger aufbauen. Schäfer kommt aus dem Profifußball, war zuletzt Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf. Er führte den Klub zurück in die Bundesliga. Der Abgang war dann nicht mehr so rund. Es wollte sich von Friedhelm Funkel trennen, am Ende blieb der beliebte Trainer dann doch.

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Nun also 96. Lässt Martin Kind wirklich ein bisschen los? Seinen Wunsch-Nachfolger hat er jedenfalls schon mal eingestellt. Der Mutterverein steht einem Profichefkandidaten Schäfer allerdings skeptisch bis ablehnend gegenüber. Was zeigt, wie heiß das Thema in Hannover diskutiert wird.



Martin Kind hat trotz des sportlichen Niedergangs in den vergangenen Jahren immer noch seine Danksager: für 14 Jahre Bundesliga, für zwei Jahre Europa League, für ein WM-Stadion, für einen wirtschaftlich gesunden Verein. Andere werfen ihm vor, immer alles an sich zu reißen, zuletzt nur die falschen Trainer und Sportchefs verpflichtet zu haben und nicht zu wissen, wann Schluss ist.

Wenn Schluss ist, soll Schäfer der neue Kind werden. Das ist seit Montag klar. Mehr aber nicht. Ach ja, Ärger droht auch noch..