19. Mai 2020 / 13:08 Uhr

96-Meinung: Fünf Tage noch, dann schreibt Hannover eigene Geschichten

96-Meinung: Fünf Tage noch, dann schreibt Hannover eigene Geschichten

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ob Ron-Robert Zieler eine der von SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus am Wocenende erhofften schönen 96-Geschichten (mit-)schreibt?
Ob Ron-Robert Zieler eine der von SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus am Wocenende erhofften schönen 96-Geschichten (mit-)schreibt?
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Das erste Wochenende in der Bundesliga mit Geisterspielen hat neue Aufregerthemen gebracht - auch für die Fans von Hannover 96. Ex-Kultspieler Salif Sané etwa hat eine Rolle gespielt. Fünf Tage noch, dann schreiben die Roten eigene Geschichte. Schön, hofft SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus.

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Endlich wieder Fußball, Emotionen – und Stoff zum Diskutieren! Das erste Geisterwochenende hat neue Aufregerthemen gebracht, und das trotz einer Woche Extrapause auch für Fans von Hannover 96. Hier sind drei (Aufreger-)Punkte für und mit Hannover.

Punkt eins: der Lauschangriff in Dortmund. Was die 1. Bundesliga mit 96 zu tun hat? Es geht um einen stillen Helden, denn Schalkes Todibo soll den BVB-Wunderjungen Haaland übel beschimpft haben, für alle zu hören wegen der Stille im Stadion. Nicht die feine französische Art. Aber wer rettet die Situation? Salif Sané, natürlich! Hannovers Liebling trennt die Streithähne routiniert wie einst im Palo Palo, schiebt Todibo einfach locker weg. Zack, Problem gelöst, alle wieder gut drauf. Salif, du bist ein Teufelskerl!

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Aber Vorsicht, 96 – vor Punkt zwei und den Jubeltrauben. Der nächste Gegner Osnabrück hält es nicht so mit Sicherheitsabstand, weder vom Tor noch voneinander. Erst Bielefeld in der Nachspielzeit den Ausgleich reingeschossen, dann Schmuseparty an der Eckfahne. Doch 96 muss sich keine Sorgen machen, auch ohne Türsteher Sané. Denn Timo Hübers und Jannes Horn haben ja schon Antikörper, da können sie ruhig ganz dicht ranrücken an die Osnabrücker Stürmer. Glück gehabt.

Nicht nur bundesdeutsche Hauptstadt

Aufreger-Punkt drei: Hertha BSC. 96 war mal Erster in Sachen Corona mit den ersten Positivfällen, quasi Spitzenreiter. Doch Hannover ist froh drum, keine Sorgen mehr zu haben, stattdessen sind Fälle wie in Köln und Dresden im Fokus. Aufmerksamkeit teilen? Zweite Geige? Das kommt anderswo nicht gut an – und für einen „Big City Club“ nicht infrage. Drum schickte Hertha Kalou ins Rennen. Und weil Lernen aus Fehlern was für Loser ist, legten Berlins Profis gleich mal nach und pfeifen auf die Jubelempfehlung des DFL. Berlin ist nicht nur bundesdeutsche Hauptstadt, sondern anscheinend auch Bundesliga-Hauptstadt der dümmlichen Corona-Verfehlungen.

In Hannover ist man genügsamer. Fünf Tage noch, dann schreibt 96 eigene Geschichten. Aber bitte schöne!