22. Mai 2020 / 13:01 Uhr

96-Meinung: Es geht jetzt mit kontrollierter Defensive in den Schleudergang

96-Meinung: Es geht jetzt mit kontrollierter Defensive in den Schleudergang

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das Schonprogramm geht zu Ende. Jetzt geht es für die Profis von Hannover 96 in den Schleudergang, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke.
Das Schonprogramm geht zu Ende. Jetzt geht es für die Profis von Hannover 96 in den Schleudergang, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke.
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Im Gegensatz zu Dynamo Dresden steigt Hannover 96 nun wieder in den Spielbetrieb ein. Die Taktung ist hoch, aus dem Schonprogramm geht's direkt in den Schleudergang. Gut, dass Kenan Kocak und Gerhard Zuber generell eine kontrollierte Defensive wählen, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke.

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Erst mal wieder was Neues aus der Corona-Hochburg des deutschen Profifußballs – Dresden meldet trotz häuslicher Quarantäne zwei frisch Infizierte. Ein Spieler und die Partnerin eines Betreuers erhöhen die Fallzahl auf fünf.

Die beiden neuen Corona-Patienten bleiben in Quarantäne. Die restliche Mannschaft darf ab Samstag wieder trainieren und soll am 31. Mai gegen Stuttgart wieder spielen. Die Dresdner sollen sich dann im Drei-Tages-Rhythmus drei Wochen lang abstrampeln. Mal sehen, ob Dynamo am Rad dreht oder tatsächlich in zwölf Tagen in Hannover ankommt. Für Dresden wäre es der zweite Besuchsversuch, nachdem das Spiel am Samstag ausfallen musste.

Die enge Taktung der Termine und die neuen Fälle machen klar – das Risiko bleibt hoch, dass die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann. Jedenfalls nicht im vorgegebenen Zeitrahmen.

Mehr über Hannover 96

Für 96 geht’s nun am Samstag in Osnabrück los. Nach zweimonatigem Schonprogramm folgt gleich ein Schleudergang mit fünf Partien in 16 Tagen. Das verspricht viel Fußball – zumindest für Pay-TV-Kunden. Wer mag, kann sich bei Sky sogar eine künstliche Stadionatmosphäre mit durchgehenden Fangesängen und Torjubel zum Kommentator dazu schalten, um die Geisterspiele aufzupeppen. Wie die Lacher aus der Dose bei Comedy-Serien – nur das Bild der leeren Tribünen will nicht zum Ton passen.

Den richtigen Ton in der Corona-Krise haben dagegen 96-Sportchef Gerhard Zuber und Trainer Kenan Kocak gefunden. Kein Tor sei wichtiger als ein Leben, sagt Kocak. Aus dieser kontrollierten Defensive kann 96 menschlich und sportlich einwandfrei in die Spiele starten.