03. Januar 2021 / 15:54 Uhr

96-Meinung: Hannover sollte sich das Transferfenster trotzdem offen halten

96-Meinung: Hannover sollte sich das Transferfenster trotzdem offen halten

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Patrick Twumasi hat sich nach einem holprigen ersten halben Jahr erstmals in die 96-Torschützenliste eingetragen. Könnte ein Anfang gewesen sein, meint SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg.
Patrick Twumasi hat sich nach einem holprigen ersten halben Jahr erstmals in die 96-Torschützenliste eingetragen. Könnte ein Anfang gewesen sein, meint SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg. © picture alliance/dpa
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Eine klare Ansage zum neuen Jahr hat Hannover 96 mit dem 4:0 gegen Sandhausen gemacht. Dennoch sollte sich 96 das Transferfenster offen halten, meint SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg. Denn zu oft haben die Offensivkräfte der Roten nach guten Partien wieder nachgelassen.

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"The Winner takes it all." Das gute alte Lied von ABBA Passte zum 4:0 gegen Sandhausen, zum Saisonverlauf passt es noch nicht. So weit kommt es noch, dass bei Hannover 96 alles gut wäre. Sandhausen, St. Pauli und Würzburg immerhin abgehängt. Das ist doch schon mal eine klare Ansage zum neuen Jahr. Statt mäßig steht 96 jetzt nur noch mittelmäßig in der Tabelle. Sieben Punkte beträgt der Rückstand noch zu Tabellenplatz drei.

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Dennoch könnte das 4:0 der Start einer Aufholjagd gewesen sein. Marvin Ducksch scheint sich erneut die Rückrunde für einen Torlauf aufgehoben zu haben. Und 96 begrüßt außerdem Patrick Twumasi in der Torschützenliste. Der Doppelpack könnte ein Anfang gewesen sein, sein holpriges halbes Jahr 2020 nun aufzufangen.

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Was nicht bedeutet, dass die Mannschaft nicht noch einen treffsicheren Mann gebrauchen könnte. Nach Twumasis Treffer sollte 96 sich das Transferfenster auf jeden Fall offen halten. Denn zu oft gab es schon die Erkenntnis, dass die Angreifer nach guten Partien wieder nachließen. 

Die Abwehrkette steht, die Außenverteidiger machen Alarm, die Stürmer treffen, sogar Jaka Bijol taut zum neuen Jahr auf. Wie entscheidend Bijols Ballkontrolle war, ließ gut ab dem Moment erkennen, als er nicht mehr auf dem Platz war. Kenan Kocaks Training vor dem ersten 96-Sieg gegen Sandhausen trug ebenfalls Früchte. Die so genannten Steil-Klatsch-Tief-Stafetten waren endlich mal auch im Spiel zu sehen.

Aber unterm Strich bleibt auch die Erkenntnis: Sandhausen war am Sonntag kaum mehr als ein Sparringspartner für das nach der DFB-Pokal-Klatsche gegen Bremen angeknockte 96. The Winner takes it all? Das wird sich nach den kommenden Runden noch zeigen...