03. Mai 2021 / 16:08 Uhr

96-Meinung: Einfach und billig wird das Offensivproblem nicht zu lösen sein

96-Meinung: Einfach und billig wird das Offensivproblem nicht zu lösen sein

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt ist der Meinung, dass sich 96 noch ein der aktuellen offensiven Konstellation - unter anderem mit Hendrik Weydandt (links) und Marvin Ducksch - nicht erlauben sollte.
SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt ist der Meinung, dass sich 96 noch ein der aktuellen offensiven Konstellation - unter anderem mit Hendrik Weydandt (links) und Marvin Ducksch - nicht erlauben sollte. © IMAGO/foto2press
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Schalke holt sich Hamburgs Knipser Simon Terodde, der HSV wird sich vermutlich die Dienste von Darmstadts Torjäger Serdar Dursun sichern. 96 braucht ebenfalls eine Torgarantie, sagt SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt, der aber auch weiß: Einfach und billig wird es nicht.

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Geld schießt Tore, diese Transferweisheit ist in der 2. Liga aktueller denn je. Bereits vor Saisonschluss hat sich Bundesliga-Absteiger Schalke jetzt die Dienste von Hamburgs Simon Terodde gesichert. Der 33-Jährige, mit 21 Treffern an der Spitze der Schützenliste, bekommt für das Unternehmen Wiederaufstieg passgerecht einen Einjahresvertrag, womit davon auszugehen ist: Schalke, mit weit mehr als 200 Millionen Euro verschuldet, hat den Torjäger mit einem erstklassigen Gehalt gelockt.

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Der HSV, der vermutlich ein weiteres Jahr gegen Hannover 96 spielt, wird sich folgerichtig mit einer neuen Torgarantie versorgen – Darmstadts Serdar Dursun, er steht ebenfalls bei 21 Toren, soll nächste Saison anstelle von Terodde knipsen, auch hier dürfte der Profi einen außergewöhnlichen Profit machen.

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96 kann bei der Jagd nach einer treffsicheren Aufstiegsversicherung vorerst nur zusehen, der Klub ist weiter unten in der Nahrungskette angesiedelt und leidet obendrein unter einem Trainer-Manager-Vakuum. Natürlich ist längst auch bei 96 erkannt worden, dass es ohne einen zuverlässigen Torjäger nicht klappt mit den ersten drei Plätzen.

Das ist umso auffälliger, wenn das vorhandene Personal zwar gute Namen, aber schlechte Quoten hat. Hendrik Weydandt steht bei lächerlichen vier Treffern, statistisch braucht er 368 Minuten für ein Tor. Kollege Marvin Ducksch hat zwar ordentlich wirkende 13 Treffer auf dem Konto, er zeigt aber keine Konstanz – man darf ihn getrost weiterhin „Chancentod“ nennen.

Noch ein Jahr in dieser offensiven Konstellation sollte sich 96 auf keinen Fall erlauben, sicher ist bei der Lösung des Problems aber nur: Einfach und billig wird es nicht.