29. November 2021 / 09:53 Uhr

Kommentar: Gut gemeinte Projekte werden bei 96 nicht zu Ende gedacht

Kommentar: Gut gemeinte Projekte werden bei 96 nicht zu Ende gedacht

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Für SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg ist der Zeitpunkt gekommen, sich von Trainer Jan Zimmermann zu trennen.
Für SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg ist der Zeitpunkt gekommen, sich von Trainer Jan Zimmermann zu trennen. © IMAGO/Zink
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Der richtige Zeitpunkt, das Projekt mit Jan Zimmermann zu beenden, ist gekommen, findet SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg. Er kommentiert aber auch, dass gut gemeinte Projekte bei 96 nicht zu Ende gedacht werden. Und so enden sie dann, bevor sie richtig angefangen haben. 

Die Mission begann mit einem Lied im Trainingslager im Sommer. Jan Zimmermann hatte es aufgelegt. Jemand müsse ja für gute Laune sorgen, sagte er. Der 96-Trainer wählte „Never gonna give you up“ von Rick Astley.

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Niemals jemanden aufgeben? Das hörte sich poppig, harmonisch und sympathisch an. Nun führt für Hannover 96 kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass schlechte Resultate erstens schlechte Laune machen und zweitens Hannover in große Abstiegsgefahr bringen. Mit dem 0:4 in Karlsruhe hat sich 96 als Qualitätsmannschaft der 2. Liga lächerlich gemacht.

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In der Mannschaft hat Zimmermann Sympathien, aber Spieler sollen bemängelt haben, sie bekämen zu wenig inhaltlichen Input. Es mag daran liegen, dass nicht alle Profis zuhörten bei den taktischen Einheiten, die der 96-Trainer vor allem in der Saisonvorbereitung anbot. Unterm Strich bleibt der Trainer aber auch der Verantwortliche dafür, dass ankommt, was er anbietet.


Es fällt nie leicht, einen Trainer aufzugeben. Es war wohl einfach nicht der richtige Zeitpunkt für 96 und Zimmermann, sich zusammenzutun. Aber der richtige Zeitpunkt, das Projekt zu beenden, wäre jetzt. In Karlsruhe ging nichts mehr. Es ist das alte Lied: Gut gemeinte Projekte werden bei 96 nicht zu Ende gedacht. Sie enden, bevor sie richtig angefangen haben.