27. Januar 2022 / 12:42 Uhr

"Brutale Intensität": Wie 96 die Länderspielpause gestaltet und nutzen will

"Brutale Intensität": Wie 96 die Länderspielpause gestaltet und nutzen will

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Christoph Dabrowski verzichtet in der Länderspielpause bewusst auf ein Testspiel.
Christoph Dabrowski verzichtet in der Länderspielpause bewusst auf ein Testspiel. © Florian Petrow
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Seine Mannschaft habe zuletzt "brutale Intensität gefahren", sagt 96-Coach Christoph Dabrowski. Die Länderspielpause gestaltet er so, um einerseits durchzuschnaufen, aber auch zu feilen - unter anderem an der mangelnden Torgefahr.

Auf ein Testspiel hat 96 in der zweiwöchigen Pause im Unterschied zu vielen Klubs verzichtet. „Die Mannschaft hat in der englischen Woche brutale Intensität gefahren“, erklärt Christoph Dabrowski den Verzicht. Die Anstrengungen hat er aus „den Laufdaten, den in­ten­si­ven Metern“ herausgelesen. „Wir wollten das auf der einen Seite sacken lassen mit den zwei freien Ta­gen, aber dann auch fünf gu­te Trainingseinheiten haben, um an Dingen zu feilen, die uns wichtig sind.“

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Montag und Dienstag wa­ren die Sacken-lassen-Tage. Bis Freitag wird trainiert, dann folgen wieder zwei Tage zum Durchschnaufen. Ab Montag will Dabrowski „wieder losmarschieren Richtung Heidenheim“. Gespielt wird am Freitagabend (4. Februar) – die nächste schwere Partie, dann beim Tabellensechsten.

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Da wird es darauf ankommen, mal wieder zu treffen. Mit Ingolstadt bleibt 96 die torärmste Mannschaft der 2. Liga. 15 Tore in 20 Spielen – die Bilanz ist klar schlechter als im DFB-Pokal. Da traf 96 in drei Spielen zehnmal. 4:0 in Norderstedt und jeweils 3:0 gegen Zweitligamitstreiter Düsseldorf und Bundesligist Gladbach. Beim 0:0 gegen Dresden schien zuletzt ein mannschaftsinterner Wettbewerb zu laufen, wer die besten Chancen vergeben kann.

Cedric Teuchert „hatte auch zwei gute Möglichkeiten“, erinnert sich der Trainer. Nach drei Pflichtspieleinsätzen steht noch die Null bei dem Stürmer. „Wir sollten nicht gleich wieder zu zählen anfangen“, warnt 96-Sportchef Marcus Mann. Marvin-Ducksch-Ersatz Lukas Hinterseer steht bereits bei zehn torlosen Spielen.

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Dabrowskis Plädoyer für Teuchert

Dabrowski zeigt sich „sehr zufrieden, dass wir Ce­di überhaupt bekommen ha­ben“. Der Trainer hält ein Plädoyer für den Angreifer: „Ich werde den Teufel tun und ihn nach zwei torlosen Spielen einstampfen. Wir haben den Spieler für zweieinhalb Jahre geholt, er wird ein wichtiger Bestandteil sein für den Weg des Vereins.“

Stolpersteine lauern dennoch in der 2. Liga umso mehr, je schwerer der Mannschaft das Toreschießen fällt. Dabrowski war gegen Dresden „sehr zufrieden, wie wir gespielt haben. Wenn wir das forcieren, werden zwangsläufig Tore fallen, auch mit den Spielern, die da sind“. Sein Rat an die Stürmer: „Locker bleiben.“ Viel mehr bleibt auch nicht.

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Treffsicherster Spieler bleibt Sebastian Kerk mit fünf Toren. Der 27-Jährige hatte im Spiel einen Schlag bekommen, er trainierte am Mittwochvormittag nur kurz, nachmittags gar nicht. Auch bei Niklas Hult und Mark Diemers wird die Trainingsdosis verringert. Marcel Fran­ke und Martin Hansen üb­ten individuell. Zumindest Kapitän Franke soll spätestens am Freitag wieder komplett mitmachen können.

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