09. Mai 2019 / 10:45 Uhr

96-Hoffnung Linton Maina im Interview: "Ich liebe den Verein"

96-Hoffnung Linton Maina im Interview: "Ich liebe den Verein"

Tobias Manzke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Linton Maina ist einer der Hoffnungsträger bei Hannover 96.
Linton Maina ist einer der Hoffnungsträger bei Hannover 96. © Florian Petrow
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Linton Maina gilt als einer der wenigen Lichtblicke bei Hannover 96. Der 19-jährige Flügelspieler spricht im SPORTBUZZER-Interview unter anderem über seine Zukunft, Liverpool als Vorbild, Instagram und seine Verbindung zu 96.

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Linton Maina, glauben Sie an Wunder?

Ja! Und wie das geht, hat man am Beispiel von Liverpool ge­gen Barcelona gesehen. Da­rü­ber haben wir am Mittwochmorgen auch beim Training im Kreis gesprochen. Alles ist möglich, und solche Bilder wie am Dienstagabend nach dem Schlusspfiff zu se­hen, motiviert noch mal mehr. Wir spielen auch in Rot, warum sollte es uns nicht gelingen?

Liverpool hatte es allerdings in der eigenen Hand, Sie sind abhängig von den anderen Ergebnissen …

Wir müssen gewinnen, das ist klar. Freiburg ist ein ekliger Gegner, das haben wir im Hinspiel schon gesehen. Wir werden viel kämpfen müssen, aber wir spielen zu Hause mit unseren Fans im Rü­cken. Und man hat es in den letzten Spielen gesehen: Wir können es, wir haben es drauf. Wir schießen auch wieder Tore.

Das ist Hannovers Youngster Linton Maina:

Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  Zur Galerie
Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  ©
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"Haben gefühlt seit Wochen nur Endspiele"

Ist denn vor dem ersten Endspiel eine andere Atmosphäre innerhalb der Mannschaft spürbar?

Es ist eigentlich nicht groß anders als in den letzten Wochen. Die Mannschaft hat gefühlt ja seit Wochen nur Endspiele. Wir sind alle zu­ver­sicht­lich, glauben dran und freuen uns auf das Spiel ge­gen Freiburg. Wir wollen ein Feuerwerk abliefern.

Wie sieht es in Ihnen aus?

Es gibt sicherlich schönere Endspiele. Ich habe schon mal um den Klassenerhalt gespielt. Damals mit der U17, es hat leider nicht geklappt, aber ich habe viel dabei ge­lernt. Ich hoffe, es geht jetzt anders aus. Die Anspannung ist natürlich bei mir vor so entscheidenden Spielen schon noch größer. Aber ich kann es auch kaum abwarten, dass es endlich losgeht.

Das Ergebnis unserer Umfrage: Diese Spieler sollen bei Hannover 96 bleiben

Linton Maina: Darf bleiben: 94,8 Prozent; soll gehen: 5,2 Prozent. Zur Galerie
Linton Maina: Darf bleiben: 94,8 Prozent; soll gehen: 5,2 Prozent. ©

Lob für die Abwehrarbeit

Trainer Thomas Doll sprach in München erneut davon, dass etwas zusammengewachsen ist im Team. Kön­nen Sie das konkretisieren?

Vor allem kriegen wir viel weniger Gegentore, die meisten Spiele haben wir knapp verloren. Die Abwehr arbeitet viel besser als Verbund zu­sam­men, und wir bekommen auch nicht mehr so viele Treffer durch individuelle Fehler. Wir sind als Team schon mehr zusammengewachsen. Nicht, dass wir davor keines waren, aber irgendwas hat immer gefehlt. In den letzten Wo­chen hat man gemerkt, dass ein anderer Zusammenhalt da ist. Da ist das Selbstvertrauen größer geworden.

Macht unglaublich Spaß, hier zu kicken"

Viele, auch die Trainer in dieser Saison, sagen, wenn der Maina dabei ist, gibt das dem Spiel noch etwas Besonderes.

Das ist natürlich schön, so was zu hören. Ich probiere, mit meinen Stärken der Mannschaft zu helfen. Es gibt doch nichts Schöneres, als hier in diesem Stadion mit diesen Fans im Rücken aufzulaufen. Ich liebe den Verein. Es macht unglaublich Spaß, hier zu kicken, und ich versuche diesen Schwung immer in mein Spiel mitzunehmen. Und wenn es dann der Mannschaft weiterhilft, dann freut mich das sehr.

Das sind die Talente, die sich bei 96 nicht durchsetzen konnten:

<b>Tor: Timo Königsmann.</b> Der gebürtige Hannoveraner startete seine Karriere in der Jugend von Hannover 96. Den großen Durchbruch in die Profi-Mannschaft schaffte der Torhüter allerdings nicht. In der Regionalliga Nord kam der 21-Jährige für die Reserve von Hannover 96 immerhin auf insgesamt 3510 Einsatzminuten.  Zur Galerie
Tor: Timo Königsmann. Der gebürtige Hannoveraner startete seine Karriere in der Jugend von Hannover 96. Den großen Durchbruch in die Profi-Mannschaft schaffte der Torhüter allerdings nicht. In der Regionalliga Nord kam der 21-Jährige für die Reserve von Hannover 96 immerhin auf insgesamt 3510 Einsatzminuten.  ©

"Meine Mutter kümmert sich um solche Sachen"

Das heißt, Sie bleiben bei Abstieg?

Ich habe hier Vertrag, und bis jetzt gab es auch keine Ge­spräche mit anderen Vereinen. Meine Mutter kümmert sich um solche Sachen, und sie verlangt von mir die volle Konzentration bis zum Saisonende. Ich würde es auch gar nicht wissen wollen, wenn etwas vorliegt. Deswegen gehe ich davon aus, dass ich nächste Saison auch hier spiele, und freue mich da­rauf.

Auffällig ist Ihr Laufpensum. Müde werden Sie offenbar nie. Gute Gene – oder was?

Mein Papa ist Kenianer, die sind ja bekannt als gute Läufer. Vielleicht liegt es daran (lacht). Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich in der Jugend gar nicht viel gelaufen. Sogar eher wenig. Da stand ich eher mehr vorne rum und habe gewartet, bis die Bälle kommen.

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Viele Profis, vor allem junge Spieler, versuchen sich auf Instagram als eigene Marke zu inszenieren. Wie gehen Sie damit um?

Ich achte da ehrlich gesagt nicht so viel drauf. Ich habe Freunde, die mir sagen, ich soll da viel mehr draus ma­chen. Aber ich habe da keinen Bock zu. Ich finde das ko­misch, nach einem verlorenen Spiel am Wochenende private Sachen zu posten. Wenn ich mir nicht hundertprozentig sicher bin, lasse ich es lieber. Wir Spieler stehen in der Öffentlichkeit, da muss man ein bisschen aufpassen und auch überlegen, ob was gut aufgenommen wird oder ob man die Fans damit nicht eher verärgert.

Bilder: Sieben Jahrzehnte Fans von Hannover 96

Bilder aus sieben Jahrzehnten 96-Fans. Zur Galerie
Bilder aus sieben Jahrzehnten 96-Fans. ©
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