05. November 2020 / 11:20 Uhr

96-Trainer Kocak vor dem Spiel gegen Aue: "Darauf habe ich keine Lust mehr..."

96-Trainer Kocak vor dem Spiel gegen Aue: "Darauf habe ich keine Lust mehr..."

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Heimspiel = Heimsieg? Kenan Kocak visiert mit 96 gegen Aue natürlich wieder drei Punkte an.
Heimspiel = Heimsieg? Kenan Kocak visiert mit 96 gegen Aue natürlich wieder drei Punkte an. © imago images/Zink
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Heimsieg gefolgt von einer Auswärtsniederlage - das nervt Kenan Kocak sehr. Auf der PK vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue sprach der Trainer von Hannover 96 über die Aufarbeitung der Klatsche in Fürth, den nächsten Gegner und den Trainingszoff zwischen Marvin Ducksch und Baris Basdas. 

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Zum Glück hat Hannover 96 am Wochenende wieder ein Heimspiel. Gegner am Sonnabend ist Erzgebirge Aue. In der HDI-Arena gab es in dieser Saison in drei Spielen drei Siege und nur ein Gegentor. Mit Aue kommt ein Team, dass in der Tabelle zwar vier Plätze aber nur einen Punkt hinter Hannover liegt.

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Nach der Klatsche in Fürth (1:4) will Kocak mit seinem Team Wiedergutmachung betreiben. Vorab stellte sich Trainer Kenan Kocak auf der Pressekonferenz vor dem Spiel den Fragen der Medienvertreter und sprach über...

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... die Aufarbeitung der Niederlage in Fürth:

"Das ging relativ schnell. Wir haben uns angeeignet, uns nicht in der Vergangenheit aufzuhalten. Die können wir eh nicht mehr beeinflussen. Jetzt konzentrieren wir uns aus auf Aue. In Fürth müssen einfach klar analysieren und sagen, dass wir in jeder Sekunde und in allen Facetten ein schlechtes Spiel gemacht haben. Es kann sein, dass wir mental nicht die Widerstandsfähigkeit hatten. Wichtig ist, dass wir unsere Lehren daraus ziehen. Aber solche Erlebnisse stärken auch das Bewusstsein des Einzelnen. Wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen."

... den nächsten Gegner Aue:

"Die Mannschaften von Dirk Schuster stehen für ehrliche Arbeit, für unbequemes Spiel. Mit Sören Gonther haben sie einen richtigen Leader in der Mannschaft, im Angriff mit Pascal Testroet und Florian Krüger eine sehr gute Qualität. Viel entscheidender wird sein, wie wir unseren Plan durchsetzen."

... den Plan für Aue:

"Ich will nicht im Detail sagen, was wir vorhaben. Vor dem letzten Speil in Fürth konnten wir erst am Samstag komplett mit der Mannschaft trainieren. Erst vor dem Abflug hatten wir die Mannschaft komplett zusammen. Wir suchen nicht nach Ausreden, wir drehen jeden Stein um. Wir haben ein schlechtes spiel gemacht, ohne Frage. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen und wachsen."

... die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten:

"Es macht mir keinen Spaß, in dieser Woche diese Fragen zu beantworten und die nächste Woche wieder die. Darauf habe ich keine Lust und auch kein Verständnis mehr. Wir brauchen Konstanz und Kontinuität. Daran müssen wir arbeiten. Es geht darum, dass weiter gierig sind und Siegeswillen auf den Platz bringen. Wir müssen uns gefallen lassen, dass wir mit Erfolgen, die wie zurecht erzielt haben, nicht gut umgegangen sind. Wir müssen auf dem Gaspedal bleiben. In der zweiten Liga geht nichts von allein."

... den Trainingszoff zwischen Marvin Ducksch und Baris Basdas:

"Ich bin froh, dass zwei Spieler da sind, die gewinnen wollen und Herzblut und Leidenschaft zeigen. Aber man sollte das nicht so hochschaukeln, das passiert in jeder Mannschaft. Die Begriffe, die gefallen sind, haben auch dem Platz natürlich nichts zu suchen. Aber Emotionen sind wichtig, da sollte man nicht so pingelig sein. Die Sache ist erledigt.

... die bisherigen Leistungen:

"Wir müssen versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir dürfen die Mannschaft und die Jungs nicht so darstellen, als wenn sie null Punkte hätten. Diese Jungs haben tolle spiele abgeliefert. Denken Sie an den Derbysieg oder das letzte Heimspiel gegen Düsseldorf. Wir sind auch im Pokal weiter. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft am Wochenende ein anderes Gesicht zeigt."

Re-LIVE: die PK vor dem Aue-Heimspiel

... die bevorstehende Länderspielpause:

"Aufgrund der Pandemie finde ich es sehr grenzwertig, wenn wir Spieler und Menschen für sinnlose Freundschaftsspiele quer durch Europa reisen lassen. Das ist sehr verantwortungslos und passt auch nicht in die Zeit. Wir können nicht von Lockdown sprechen und die Fußballer reisen quer durch Europa, um ein Freundschaftsspiel durchzuführen, das keinen interessiert. Ich verstehe die Nationaltrainer, sie wollen ihre besten Spieler haben. Ich wäre natürlich froh, wenn die Spieler bleiben würden."