17. Februar 2021 / 14:02 Uhr

#ihrkönntau­funs­zählen: 96 setzt bei 11FREUNDE-Aktion Zeichen gegen Homophobie

#ihrkönntau­funs­zählen: 96 setzt bei 11FREUNDE-Aktion Zeichen gegen Homophobie

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Aktion von 11FREUNDE findet bundesweit Beachtung - auch 96 beteiligt sich.
Die Aktion von 11FREUNDE findet bundesweit Beachtung - auch 96 beteiligt sich. © IMAGO/Sven Simon/11FREUNDE
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Das Fußballmagazin 11FREUNDE lichtet in seiner neuen Ausgabe bekannte Kicker auf dem Cover ab - mit dem Statement: "Ihr könnt auf uns zählen!" Über 800 Fußballerinnen und Fußballer beteiligen sich an der Aktion gegen Homophobie im Profifußball. Für 96 setzt der Mannschaftsrat ein Zeichen.

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In der am Donnerstag erscheinenden neuen Ausgabe der 11FREUNDE setzen über 800 Fußballerinnen und Fußballer in Deutsch­land ein Zei­chen gegen Homo­phobie. Unions Max Kruse und Kölns Jonas Hector, um nur zwei zu nennen, werden auf dem Cover mit der Botschaft "Ihr könnt auf uns zählen!" abgelichtet.

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Die Aktion erinnert sicherlich nicht ungewollt an das öffentliche Outing von 185 lesbischen, schwulen, bisexuellen, queeren, nicht-binären und trans* Schauspielerinnen und Schauspielern Anfang des Monats im SZ-Magazin, das bundesweit für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Nun wenden sich zahlreiche Profis an homo­se­xu­elle Spieler und sichern diesen ihre volle Solidarität zu. Auch Hannover 96 ist Teil der Initiative.

Mehr über Hannover 96

Marvin Ducksch, Mike Frantz, Timo Hübers, Dominik Kaiser, Michael Ratajczak und Hendrik Weydandt bilden den Mannschaftsrat der Roten. Sie schreiben: "Wir sind im Jahr 2021! Jeder sollte lieben dürfen, wen immer er lieben möchte. Das sollte etwas ganz Normales sein. Am Ende profitieren wir alle von einem offenen Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft. Aber diese Offenheit darf nicht nur ein Wort sein, sie muss auch von uns allen gelebt werden. Wir in unserer Mannschaft und im Ganzen als Klub Hannover 96 stehen dafür ein."

Hintergrund: Es gibt es in den deutschen Profiligen keinen männlichen Spieler, der offen mit seiner Homosexualität lebt - zu groß ist nach wie vor die Angst vor den möglichen Reaktionen auf das Coming-out.