31. Juli 2021 / 15:53 Uhr

Viele Wackler und ein dicker Patzer: Marc Lamti erlebt 96-Profidebüt zum Vergessen

Viele Wackler und ein dicker Patzer: Marc Lamti erlebt 96-Profidebüt zum Vergessen

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Konnte einem nur noch leid tun: 96-Talent Marc Lamti erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag. 
Konnte einem nur noch leid tun: 96-Talent Marc Lamti erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag.  © Florian Petrow
Anzeige

So hat sich Marc Lamti sein Profidebüt für Hannover 96 gewiss nicht vorgestellt. Zur Pause eingewechselt, machte der 20-jährige Verteidiger mehrfach eine unglückliche Figur - und patzte zum Schluss noch einmal gewaltig.

In der Pause musste 96-Trainer Jan Zimmermann reagieren. Simon Falette, schon beim Auftakt in Bremen (1:1) als Eigentorschütze unglücklich in Erscheinung getreten, blieb nach durchwachsener erster Halbzeit gegen Hansa Rostock in der Kabine - wegen einer Fußverletzung. Für ihn kam der einzige nominelle Innenverteidiger, den die Roten noch im Kader hatten: Marc Lamti.

Anzeige

Für den 20-jährigen Defensivspezialisten war es sein Profidebüt bei 96 in einem Pflichtspiel. Nachdem sich das Talent in der Vorbereitung in den Fokus gespielt hatte, belohnte Zimmermann Lamti früher mit einem Einsatz als viele es erwartet hätten - und vermutlich auch früher als er es vorhatte.

Mehr zu Hannover 96

Zwei grobe Ballverluste von Lamti

Denn schlechter hätte Lamtis Einstand kaum laufen können. Keine Minute nach Wiederbeginn lag der Ball im 96-Tor. John Verhoek hatte getroffen, nachdem die Zuordnung in der Defensive überhaupt nicht gestimmt hatte - Lamti mittendrin. Wenig später wäre es fast noch dicker für ihn gekommen. Nach einem einfachen Ballverlust des dreifachen tunesischen Nationalspielers tauchte Streli Mamba völlig frei vor Ron-Robert Zieler auf, der verhinderte ein weiteres Hansa-Tor (62.).

Ähnlich konfus agierte Lamti in der Nachspielzeit. Rostocks Nik Omladic luchste dem 20-Jährigen im 96-Strafraum den Ball ab und überchippte Ron-Robert Zieler lässig zum 0:3-Endstand. Ein Nachmittag zum Vergessen für den Youngster - und ein Alarmsignal für 96.

Innenverteidiger-Sorgen groß bei 96

Die Innenverteidiger-Not ist nach den Abgängen von Timo Hübers (1. FC Köln), Josip Elez (HNK Hajduk Split) und Baris Basdas (Vertrag aufgelöst) riesengroß, Falette ist angeschlagen und im Formtief. Und Lamti scheint noch Zeit zu brauchen. Umso wichtiger, dass ab der kommenden Woche Neuzugang Julian Börner (Sheffield Wednesday) nach Ablauf seiner Quarantäne mittrainieren kann.

tk