01. Juli 2020 / 07:39 Uhr

Neue Nummer eins? Martin Hansen hat sich bei Hannover 96 in Position gebracht

Neue Nummer eins? Martin Hansen hat sich bei Hannover 96 in Position gebracht

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Martin Hansen (links) hat mit einer starken Leistung gegen Bochum auch Trainer Kenan Kocak zu überzeugen gewusst.
Martin Hansen (links) hat mit einer starken Leistung gegen Bochum auch Trainer Kenan Kocak zu überzeugen gewusst. © imago images
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Seine Zeit bei Hannover 96 hat nicht gut begonnen, die Saison für ihn jedoch umso besser geendet: Martin Hansen hat seine Startelfchance gegen den VfL Bochum zu nutzen gewusst. Denkbar ist inzwischen sogar, dass der Ersatzmann von Ron-Robert Zieler in der neuen Spielzeit die neue Nummer eins wird.

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Die Zeit bei Hannover 96 hatte sich Martin Hansen sicher etwas anders vorgestellt bis jetzt, sein Debüt aber hätte sich der Ersatztorwart nicht besser vorstellen können. Beim 2:0-Sieg gegen Bochum hielt der 30-Jährige die Null fest – und festigte seine Rolle bei den Roten.

Ron-Robert Zieler ist als Nummer eins weiter auf dem Prüfstand. Am Montag sprach Trainer Kenan Kocak wie vereinbart mit dem Torwart – und beide waren sich einig: Es war nicht Zielers bestes Jahr. Wie es weitergeht für Hannovers Weltmeister, werden die kommenden Wochen zeigen.

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Hansen hat sich zumindest in Position gebracht mit seiner guten Leistung gegen Bochum. Ob im Eins-gegen-Eins oder bei Distanzschüssen – der Däne war routiniert auch ohne Einsatzroutine. „Es war alles etwas hektisch, aber wir haben gewonnen und zu null gespielt. Das ist ein schönes Gefühl“, freute sich der Torwart. Es war sein erstes Spiel seit Dezember.

Plötzlich ist sogar denkbar, dass Hansen Nummer eins werden könnte für die kommende Saison, in der 96 um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen möchte. Ein Happy End hat seine Hannover-Saison aber auch ohne eine Beförderung.

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Jürgen Rynio: 1979 bis 1986 (204 Spiele) Zur Galerie
Jürgen Rynio: 1979 bis 1986 (204 Spiele) ©

Der Däne kam im Winter als Nummer zwei – und hatte dann nur Pech. Drei Tage nach dem Transfer verletzte er sich schwer am Syndesmoseband, fehlte fast drei Monate. Nicht lange, nachdem die Verletzung ausgeheilt war, folgte der nächste Rückschlag: Notarzt, Klinik – eine schwere Nierenkolik! Jetzt läuft’s wieder.

Das Bochum-Spiel gab es als „Bonbon“ von Kocak für die mannschaftsdienlichen Momente vorher. Hansen hat es genutzt. „Ich werde den Sieg sehr genießen“, sagte er nach Bochum. Vielleicht darf er bald häufiger Siege zelebrieren, nicht nur von der Bank aus.