28. Dezember 2020 / 07:34 Uhr

"Müssen über die Zusammensetzung der Mannschaft sprechen": 96 plant die Agenda 2021

"Müssen über die Zusammensetzung der Mannschaft sprechen": 96 plant die Agenda 2021

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Es gibt Redebedarf: 96-Chef Martin Kind, Trainer Kenan
 Kocak und Sportchef Gerhard Zuber (von links) suchen einen Ausweg aus der Krise. 
Es gibt Redebedarf: 96-Chef Martin Kind, Trainer Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber (von links) suchen einen Ausweg aus der Krise.  © Florian Petrow
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Profiboss Martin Kind trifft sich am Montag oder Dienstag mit Sportchef Gerhard Zuber und Trainer Kenan Kocak, um die weitere Zukunft von Hannover 96 zu sprechen - zu schwach war die bisherige Saison. Das Pokalaus gegen Werder Bremen (0:3) zeigte die Probleme einmal mehr auf. "Wir müssen überlegen, wo wir künftig den Hebel ansetzen können", stellt Kind klar.

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Alle Jahre wieder steht 96 am Jahreswechsel vor der Frage: Wie soll das bloß weitergehen? Wahrscheinlich am Montag, vielleicht auch erst am Dienstag bittet 96-Chef Martin Kind seine leitenden Angestellten zum Zukunftsgipfel. Mit Sportchef Gerhard Zuber und Trainer Kenan Kocak will Kind die Agenda 2021 abstimmen: „Natürlich müssen wir die bisherige Leistungsentwicklung diskutieren, die Mannschaft seriös beurteilen und überlegen, wo wir künftig den Hebel ansetzen können.“

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Aktuell ist nicht viel Gutes zu erkennen. Das Pokalaus am Abend vor Heiligabend war ein weiterer Tiefpunkt in der miserablen Zweitligasaison, in der der selbst ernannte Aufstiegsanwärter auf Platz zwölf abstürzte. Die Leistung beim 0:3 gegen Bremen war mal wieder katastrophal.

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"Das Prinzip Hoffnung löst die Probleme nicht"

Die Mängelliste des Trainers zeigt die ganze Bandbreite der 96-Not: „Probleme im eigenen Spiel, die Bälle zu leicht hergeschenkt, viel zu einfache Gegentore, zu passiv und naiv verteidigt, im Übergangsspiel zu fahrlässig, kein gutes Offensivzweikampfverhalten, die Bälle in der Vorwärtsbewegung nicht festmachen können, offensiv viel zu einfache Fehler gemacht.“ Kocak kommt zum kaum zu widerlegenden Schluss: „Es ist schwer, daraus Torgefahr zu entwickeln.“

Es ist auch schwer, daraus Perspektiven für die restliche Saison zu finden. Kocak entschuldigt zwar, es sei „zu früh, um ein Urteil zu fällen, es sind ja noch vier Spiele bis zum Ende der Hinrunde“. Aber auf derartige Ausweichmanöver wird sich Kind nicht einlassen. „Das Prinzip Hoffnung löst die Probleme nicht.“ Der 96-Chef kündigt auch an, „wir müssen über die Zusammensetzung der Mannschaft sprechen. Wir können ja nicht behaupten, wir hätten gut performt.“