04. August 2020 / 11:45 Uhr

96-Boss Kind rudert bei Zieler-Aussagen zurück: "Hätte es sensibler formulieren können"

96-Boss Kind rudert bei Zieler-Aussagen zurück: "Hätte es sensibler formulieren können"

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Gespräch mit SPORT1 hat sich Profichef Martin Kind für seine Aussagen über Torhüter Ron-Robert Zieler entschuldigt.
Im Gespräch mit SPORT1 hat sich Profichef Martin Kind für seine Aussagen über Torhüter Ron-Robert Zieler entschuldigt. © imago images/Picture Point
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Ron-Robert Zieler hat bei Hannover 96 keine Einsatzchance mehr. Die Verpflichtung des Weltmeisters von 2014 hat Profichef Martin Kind zuletzt sogar als einen Fehler bezeichnet. Im Gespräch mit SPORT1 entschuldigt sich der 76-Jährige nun für seine Wortwahl.

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Mit Michael Esser (kommt ablösefrei von der TSG Hoffenheim) hat Hannover 96 einen neue Nummer eins verpflichtet. Die Zeit von Ron-Robert Zieler bei den Roten scheint abgelaufen zu sein. Erst zu Beginn dieser Woche hatte Martin Kind gegenüber dem SPORTBUZZER erklärt, dass der 31-jährige Torhüter bei den Niedersachsen keine Chance mehr habe. "Wenn Zieler mich fragt, empfehle ich einen Wechsel", so der Profichef. Kind ging sogar noch einen Schritt weiter: "Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals", meinte er.

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Die 96-Profis versammeln sich zur ersten Trainingseinheit nach der Sommerpause. Zur Galerie
Die 96-Profis versammeln sich zur ersten Trainingseinheit nach der Sommerpause. ©

Kind rudert zurück

Im Gespräch mit SPORT1 ruderte der Profichef nun aber etwas zurück - und entschuldigt sich für seine Wortwahl: "Ich hätte es sensibler formulieren können, aber es bleibt bei der gleichen und ehrlichen Aussage", erklärte Kind gegenüber dem Sportsender. "Jetzt dem Jungen wieder Hoffnungen zu machen, wäre falsch. Ich kenne die Meinung der sportlichen Leitung und deshalb kann ich Zieler das nur empfehlen. Das ist eher gut gemeint als böse."

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"Zieler ist Profi und muss damit umgehen"

"Wenn Spieler uns verlassen, sagen sie uns das auch nicht besonders feinfühlig", betonte Kind im SPORT1-Gespräch. "Zieler ist Profi und muss damit umgehen. Wir stellen die Gehaltszahlung jetzt nicht ein, er kann aber ablösefrei wechseln. Das ist doch selbstverständlich. Mein Interesse ist, dass wir Frieden und Ruhe haben und dass er eine ordentliche Perspektive hat. Ich habe nichts gegen Zieler. Es tut mir leid für den Jungen. Ich bin aber nicht für die sportlichen Entscheidungen verantwortlich."

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Zielers Vater meldet sich zu Wort

Das Vorgehen der Niedersachen kommt allerdings nicht bei allen gut an. Während sich einige Fans der Roten im Netz über dem Umgang mit dem einstigen Weltmeister beschwerten, hat sich zuletzt auch Zielers Vater Raimunt zu Wort gemeldet. Die Degradierung seines Sohnes bezeichnete er als "schäbig."