11. Mai 2021 / 09:20 Uhr

Martin Kind sagte Steffen Baumgart ab: "Mir fehlte das Zeichen, dass 96 sein Verein ist"

Martin Kind sagte Steffen Baumgart ab: "Mir fehlte das Zeichen, dass 96 sein Verein ist"

Jonas Szemkus und Andreas Willeke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Steffen Baumgart war nicht nur im Visier von Martin Kind (eingeklinkt) und Hannover 96.
Steffen Baumgart war nicht nur im Visier von Martin Kind (eingeklinkt) und Hannover 96. © IMAGO/regios24
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Steffen Baumgart war lange Trainer-Kandidat bei Hannover 96. Am Ende unterschrieb Jan Zimmermann vom TSV Havelse. Zuvor soll 96-Chef Martin Kind persönlich beim Berater von Baumgart abgesagt haben.

Als Profiboss Martin Kind merkte, dass der Deal mit Wunschkandidat Steffen Baumgart (Paderborn) wackelt, drückte er anderswo aufs Tempo – dann ging es schnell mit Jan Zimmermann. Der 41-Jährige wird neuer Cheftrainer und unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei Hannover 96. Er kommt vom Regionalligisten TSV Havelse zum großen Nachbarn.

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Bei Baumgart war es dem 96-Chef zuvor zu bunt geworden. Der Coach aus Paderborn „hatte anfangs Priorität, aber irgendwann muss man dann auch sagen, dass man es machen will bei 96“, sagt Kind. „Mir fehlte die Klarheit und das Zeichen, dass 96 sein Verein ist. Ich habe dann auch seinen Berater angerufen und ihm die Entscheidung mitgeteilt. Wir wollen die Spielregeln bestimmen.“ Heißt: 96 sagte Baumgart ab, nun machte Zimmermann das Rennen.

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96-Zukunft für Zuber?

Fraglich bleibt noch, wer den Job als Sportdirektor mit Leben füllen darf. Gerhard Zuber plant die 96-Zukunft, aber nur auf Abruf. Kind misstraut der Führungskraft, hat ihn aber auch noch nicht beurlaubt. Zuber hängt in der Luft – und damit 96. Die Zimmermann-Verpflichtung könnte Bewegung in die Lage bringen. Der neue Trainer wird „ab sofort in alle Personalentscheidungen eingebunden“, sagt Kind.