16. Juli 2021 / 09:20 Uhr

Zimmermanns Sonderlob für 96-Stürmer Marvin Ducksch: "Mir gefällt seine Körpersprache" 

Zimmermanns Sonderlob für 96-Stürmer Marvin Ducksch: "Mir gefällt seine Körpersprache" 

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sein erstes „Saisontor“: Marvin Ducksch jubelt im Test bei Hertha BSC. 
Sein erstes „Saisontor“: Marvin Ducksch jubelt im Test bei Hertha BSC.  © IMAGO/Eibner
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96-Trainer Jan Zimmermann baut voll auf Marvin Ducksch. Der Stürmer habe momentan eine gute Körpersprache und stelle sich voll in den Dienst der Mannschaft. Im jüngsten Testspiel gegen Hertha BSC glänzte er nicht nur als Torschütze, sondern auch als Vorbereiter. Seinen Platz in der Stammelf dürfte Ducksch somit erstmal sicher haben.

Die Schultern hängen, Blick nach unten, schlurfiger Gang – die Körpersprache auf dem Rasen war lange ein Problem für Marvin Ducksch. Aber der Stürmer ist nicht mehr nur beim Torschuss ein 96-Vorreiter. „Mir gefällt im Moment seine Körpersprache. Die Art, wie er auch gegen den Ball arbeitet. Wie er sich in die Mannschaft integriert“, lobt Jan Zimmermann. Ducksch ist schon länger kein Problemfall mehr, sondern wichtig im Teamgefüge.

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Der 27-Jährige lässt zwar immer noch viele Chancen liegen, war mit 15 Toren und sieben Vorlagen im Vorjahr trotzdem locker bester 96-Scorer. Das machte ihn zum sechstbesten Knipser der Liga. Erfahrene, treffsichere Stürmer gelten in der 2. Liga als besonders wertvolle Währung. Schalke hat sich zum Beispiel Simon Terodde geschnappt, der HSV als Ersatz den früheren Heidenheimer Robert Glatzel für eine Million Euro aus England eingekauft. Doch bei Ducksch blieb der Zweitligatransfermarkt ruhig, keiner machte Ernst – zum Glück für 96 und Zimmermann.

Marvin Ducksch: seine Karriere in Bildern.

Der heute 25-jährige Marvin Ducksch begann seine Fußballkarriere mit vier Jahren beim BSV Fortuna Dortmund 58 und wurde von seinem Vater trainiert. 2002 wechselte er in die Jugend von Borussia Dortmund, welche er anschließend vollständig durchlief. Zur Galerie
Der heute 25-jährige Marvin Ducksch begann seine Fußballkarriere mit vier Jahren beim BSV Fortuna Dortmund 58 und wurde von seinem Vater trainiert. 2002 wechselte er in die Jugend von Borussia Dortmund, welche er anschließend vollständig durchlief. ©

Gut fürs Selbstvertrauen

Denn Hannovers neuer Coach baut voll und ganz auf Ducksch. Beim 4:4 im Test bei Erstligist Hertha schoss der Stürmer am Mittwoch dann auch sein erstes Tor der laufenden Vorbereitung. Gut fürs Selbstvertrauen. „Wenn er so fleißig arbeitet, wird er immer seine Szenen haben und immer seine Tore schießen“, sagt Zimmermann. Und: „Ich wäre auch mit ihm zufrieden gewesen, wenn er kein Tor geschossen hätte. Auch wenn er die nächsten fünf Spiele kein Tor geschossen hätte, wäre es für mich kein Thema gewesen.“

Denn Ducksch bringt 96 mehr als Tore, in Berlin zeichnete er sich erneut als wertvoller Vorbereiter aus. Rund um sein eigenes 1:1 legte er den Kollegen mehrere gute Chancen auf. Die beste hatte Sebastian Kerk, dem Ducksch den Ball am Verteidiger vorbei stark in den Lauf gelegt hatte. „Die Rolle als Assistgeber „unterschätzt man bei ihm“, bestätigt Zimmermann, „er arbeitet viel für die Mannschaft, ist sich nicht zu schade, den Ball auch noch mal quer zu spielen. Er nimmt sich da nicht wichtiger als die Kollegen.“

Wer stürmt gegen Werder?

Ducksch dürfte deshalb gesetzt sein im 96-Angriffszentrum, daneben sind die Plätze weniger endgültig vergeben. Gegen Hertha empfahlen sich auf den Außen Florent Muslija und Sebastian Stolze mit Toren, Valmir Sulejmani traf als Mittelfeldspieler. Außerdem gibt’s im Sturm noch Linton Maina, Hendrik Weydandt und Pa­trick Twumasi - Moussa Doum­bouya, Simon Stehle und Mick Gudra sind für die Startelf ziemlich chancenlos.