17. Oktober 2020 / 09:47 Uhr

Hannover 96: Stürmer Ducksch vor Rückkehr - Twumasi bleibt Sorgenkind

Hannover 96: Stürmer Ducksch vor Rückkehr - Twumasi bleibt Sorgenkind

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Marvin Ducksch hat am Freitag nach Wadenproblemen erstmals wieder mit der Mannschaft von Hannover 96 trainiert.
Marvin Ducksch hat am Freitag nach Wadenproblemen erstmals wieder mit der Mannschaft von Hannover 96 trainiert. © imago images/foto2press/Jan Huebner
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Ob Marvin Ducksch am Sonntag (13.30 Uhr) in der Partie gegen den SC Paderborn zum Einsatz kommen kann, ist noch nicht sicher. Sollte der Stürmer tatsächlich ausfallen, käme Patrick Twumasi jedenfalls immer noch nicht als Ersatz infrage. Der 26-jährige Neuzugang bleibt das Sorgenkind von Hannover 96.

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Nach den ersten Eindrücken hat 96 die Mannschaft gut verstärkt. Kenan Kocak hat mehr als zuvor die Wahl. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt der 96-Trainer. Der neue Kader eröffnet Kocak mehr Möglichkeiten. „Ein Trainer ist glücklich, wenn er noch das ein oder andere Ass im Ärmel hat.“

Ducksch-Einsatz fraglich

Aktuell bangt er jedoch um einen Trumpf. Marvin Ducksch hat nach zwei Tagen Pause wegen Wadenproblemen am Freitag erstmals wieder trainiert. Am Samstag soll entschieden werden, ob er wie im Derby neben Hendrik Weydandt angreifen kann.

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Für Ducksch wäre es eine Rückkehr, er hat in der Saison 2014/15 in der Bundesliga für Paderborn gespielt. Es war aber keine Erfolgsgeschichte – bei neun Einsätzen gelang ihm nur ein Tor. Trainer war damals der spätere 96-Coach André Breitenreiter.

Twumasi bleibt das 96-Sorgenkind

Sollte Ducksch ausfallen, käme Patrick Twumasi immer noch nicht als Ersatz infrage. Der 26-Jährige, vor sechs Wochen bei 96 gelandet, bleibt das Sorgenkind der Mannschaft.

Beim Test bei Union Berlin machte Twumasi sein erstes Spiel von Anfang an und blieb 88 Minuten auf dem Platz. „Wir sind einen Schritt weiter mit ihm“, meint Kocak. Aber wohl nur einen kleinen.

"Wir müssen an den Jungen denken"

„Wir müssen an den Jungen denken und ihm Zeit geben, sich zu inte­grieren“, erklärt Kocak und listet die Problemfelder auf. „Er kommt aus Ghana, hat da acht Wochen mit einen Privatcoach gearbeitet, kommt in eine andere Kultur und muss auch an seine große Familie denken.“ Die 96-Aufgabe beschreibt Kocak so: „Wir müssen ihm das Leben so einfach wie möglich machen.“

Grundsätzlich meint der Trainer, „die Qualitäten, um uns zu verstärken und für 96 in den nächsten Jahren wertvoll zu sein, hat er allemal. Jetzt sind wir gefragt, mit ihm gemeinsam alles zu tun, dass er an seine Höchstleistungen herankommt.“

Dass davon ausgerechnet der teuerste Einkauf (800 000 Euro) am weitesten entfernt ist, trübt den guten Gesamteindruck bei den Transfers etwas.

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Zwei Alternativen für Ducksch

Sollte Ducksch ausfallen, gäbe es zwei Alternativen. Erstens: Linton Maina oder Valmir Sulejmani ersetzen ihn in der Spitze. Zweitens: Weydandt stürmt allein, Genki Haraguchi rückt ins zentrale offensive Mittelfeld, damit wird außen ein Platz zum Beispiel für Franck Evina frei.