03. Juni 2019 / 15:33 Uhr

96-Meinung: Was nicht passt, wird passend gemacht 

96-Meinung: Was nicht passt, wird passend gemacht 

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Posieren die Brasilianer Jonathas und Walace auch in Zukunft für Hannover 96? Wenn ja, würde Mirko Slomka versuchen, sie wieder in die Spur zu führen. 
Posieren die Brasilianer Jonathas und Walace auch in Zukunft für Hannover 96? Wenn ja, würde Mirko Slomka versuchen, sie wieder in die Spur zu führen.  © Rainer Droese
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Noch ist unklar, ob die Brasilianer Jonathas und Walace beim Neuanfang von Hannover 96 dabei sind. Profiboss Martin Kind würde sie gerne loswerden, doch es mangelt an Abnehmern. SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt glaubt, dass Neu-Coach Mirko Slomka einen Reparaturplan für die beiden Sorgenkinder parat hat. 

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Trainer sind ja manchmal auch Handwerker: Was nicht passt, wird passend gemacht, das kriegen wir schon hin. Auch Mirko Slomka liebt Herausforderungen für das geschickte Händchen, und schon sind wir bei Walace und Jonathas.

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Kind würde die Brasilianer gern verkaufen

Beide Brasilianer sollen nach dem erklärten Willen des 96-Profibosses Martin Kind gehen, beide sind aber schwer vermittelbar. Walace, versehen mit einer lustigen Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro, dürfte für deutlich weniger als 10 Millionen weg, das Problem dabei: Es hat sich noch keiner gemeldet. Jonathas dürfte sogar ohne Ablöse gehen, das Problem dabei: Sein Gehalt liegt aktuell bei 2,5 Millionen Euro pro Jahr, und das will leider kein anderer Klub nur ansatzweise bezahlen.

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Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch. Zur Galerie
Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch. ©

Hier kommt der Handwerker ins Spiel: Slomka hat nun öffentlich versichert, dass er den charakterlich komplizierten Walace sehr gerne wieder zu einem nützlichen Mitglied der 96-Gemeinschaft machen möchte, das beim Unternehmen Wiederaufstieg entscheidend mithelfen könnte – das war ein schlauer Zug. Wenn Walace tatsächlich bleiben würde, könnte der Trainer in Sandhausen und Heidenheim mit einem brasilianischen Ex-Nationalspieler aufwarten, der neuerdings sogar gezielt schießen und je nach Stimmungs- und Wetterlage durchaus den Unterschied ausmachen kann.



"Yo, wir schaffen das"

Wenn Walace allerdings doch geht, was die viel wahrscheinlichere Variante ist, gibt es auch nur Gewinner: Trost- und Wertlosigkeit werden durch Slomkas Reparaturplan aufpoliert, der Transfermarkt zuckt beeindruckt zusammen, der Spieler selbst fühlt sich angenommen und womöglich sogar ein bisschen geliebt.

Das Projekt Jonathas ist bei Slomka noch nicht ganz so weit – der Trainer muss erst noch den Bohrer für die dickeren Bretter besorgen. Aber, um mit dem bekannten Baumeister Bob zu sprechen: Yo, wir schaffen das!

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