17. April 2019 / 20:46 Uhr

96-Meinung: Diesen Abstieg wird man nicht mehr los

96-Meinung: Diesen Abstieg wird man nicht mehr los

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannover 96 spielt aktuell die schlechteste Saison der eigenen Bundesliga-Historie.
Hannover 96 spielt aktuell die schlechteste Saison der eigenen Bundesliga-Historie. © Petrow/Dröse
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Die Horrorsaison von Hannover 96 ist zwar noch im Gange, die Weichen für den Neuanfang im Unterhaus werden aber schon längst gestellt. Eine neue 96-Philosophie ist gefordert, dafür rückt Martin Kind sogar vom alternativlosen Sofortaufstieg ab. Hannover Sportchef Carsten Bergmann stimmt schon einmal den Peinlich-Punkte-Dreiklang an.

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Der 96-Abstieg steht zwar rechnerisch noch nicht fest in dieser Horrorsaison. Das Austarieren des Neuanfangs im Unterhaus läuft aber natürlich längst an. Neue Liga, neue Spieler, neue Perspektive – und eine neue von oberster Stelle geforderte 96-Philosophie. Eine große Aufgabe, die Geschäftsführer Martin Kind sogar dazu bewegt, vom alternativlosen Sofortaufstieg abzurücken. Der Neustart erfordert grundlegende, tiefgreifende Veränderungen.

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Zahlen lügen nicht

Das Vergangene – so gerne wir das alle verdrängen möchten – muss zumindest als akkurate Orientierungshilfe herhalten. Der Niedergang kommt nämlich mit Ansage. 0,94 Punkte holte André Breitenreiter in der 1. Liga im Schnitt, der drittschlechteste Wert der 96-Bundesliga-Trainer seit 2002. Der Abstieg begann demnach bereits zur Rückrunde 2018, die nur dank der euphorischen Hinserie nicht im Desaster endete. Noch weniger Punkte holten – das seht Ihr in der Galerie – nur Thomas Doll und Thomas Schaaf. Zahlen lügen nicht. Leider.

96-Trainer seit dem Aufstieg 2002 - und ihr Punkteschnitt in der Bundesliga:

Ralf Rangnick: 57 Spiele (18-13-26) - 67 Punkte (im Schnitt 1,18) Zur Galerie
Ralf Rangnick: 57 Spiele (18-13-26) - 67 Punkte (im Schnitt 1,18) ©
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Im Dreiklang mit Tasmania Berlin und dem Wuppertaler SV?

Was also bleibt? Wenigstens Anstand. Dolls personelle Durchgriffe lassen wieder eine Mannschaft auf dem Platz erkennen. Das ist das absolute Mindeste. Zu Zählbarem führte das bisher nicht. Aber genau das sollte sich die Truppe vor Augen führen: 96 muss mit Anstand diese Serie beenden, und dazu gehört es, nicht mit 14 Peinlich-Punkten in der Zweitklassigkeit zu versinken. Kein Profiverein Deutschlands möchte im Dreiklang mit Tasmania Berlin und dem Wuppertaler SV in einem Atemzug genannt werden. Diesen Abstieg wird man nicht mehr los.

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