16. April 2019 / 11:22 Uhr

96-Meinung: Jan Schlaudraff - Ein Typ mit dem gewissen Extra

96-Meinung: Jan Schlaudraff - Ein Typ mit dem gewissen Extra

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Schlaudraff vor der HDI-Arena.
Jan Schlaudraff vor der HDI-Arena. © Lars Kaletta
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Hannover 96 und Jan Schlaudraff - das passte schon immer irgendwie zusammen. Nun hat der Ex-Spieler eine neue Aufgabe. Am Montag startete der "Schlaufuchs" im 96-Management. Sein Blick für freche Talente und wichtige Schlüsselfiguren könnte wertvoll werden, meint SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt.

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Eigentlich lautete der Befehl des 96-Bosses Martin Kind, nie wieder einen Spieler vom FC Bayern zu holen. Hatten doch „Hubschrauber“ Vahid Hashemian und der später meistens verletzte Valérien Ismaël, beide aus München gekommen, die Erwartungen nicht erfüllt. Doch dann kam Jan Schlaudraff im Sommer 2008 von der Bayern-Bank nach Hannover – ein ballfertiger Typ mit großen Erfahrungen, einem unstillbaren Tordrang und dem gewissen Extra, das der 96-Mannschaft fehlte.

Außerdem war Schlaudraff günstig, nur etwas mehr als 2 Millionen Euro Ablöse, dafür gibt es heutzutage kaum mehr einen Ersatzspieler aus der 2. Liga. 140 Partien machte Schlaudraff für 96, erzielte 17 Tore – er überzeugte nicht immer, ist aber untrennbar verbunden mit den besonderen europäischen Momenten. Schlaudraff erzielte beide Tore beim legendären 2:1 gegen Sevilla.

Jan Schlaudraff - seine Karriere in Bildern:

Das Fußballspielen lernte Jan Schlaudraff bei seinem Heimat und Jugendverein VfB Wissen. Über die Station Hassia Bingen landete der Angreifer 2002 bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Bei den Fohlen konnte sich der damals 18-Jährige allerdings nicht wirklich durchsetzen - für die Profis machte Schlaudraff in knapp drei Jahren nur elf Spiele, eine direkte Torbeteiligung gelang ihm dabei nicht.  Zur Galerie
Das Fußballspielen lernte Jan Schlaudraff bei seinem Heimat und Jugendverein VfB Wissen. Über die Station Hassia Bingen landete der Angreifer 2002 bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Bei den Fohlen konnte sich der damals 18-Jährige allerdings nicht wirklich durchsetzen - für die Profis machte Schlaudraff in knapp drei Jahren nur elf Spiele, eine direkte Torbeteiligung gelang ihm dabei nicht.  ©
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Schlaudraff steht für Hoffnung

Jetzt ist der frühere Nationalspieler knapp 36 Jahre alt, hat seine aktive Karriere längst beendet und steht fortan für die Hoffnung auf einen fantasievollen Neustart in Hannover. Der „Schlaufuchs“, wie ihn Fans und Mitspieler nach hübschen Tricks auf dem Platz respektvoll nannten, hat sich weitergebildet, pflegt Kontakt zum früheren 96-Diamantenauge Jörg Schmadtke – und gehört seit gestern zu Hannovers Management. Nur die genaue Positionierung und die Befugnisse des Ex-Stars im künftigen Machtgefüge müssen noch gefunden werden.

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Sein Blick könnte wertvoll werden

Auch wenn Schlaudraff, mittlerweile verwurzelt im Raum Hannover, nicht alleine über die personelle Gestaltung der neuen Mannschaft für die 2. Liga entscheiden darf, sein Blick für freche Talente und wichtige Schlüsselfiguren könnte wertvoll werden. Der Weg zurück nach Europa allerdings wird auch mit Schlaudraff für 96 in den kommenden Jahren kaum zu schaffen sein, da muss man realistisch sein.

Das sind die jüngsten Bundesliga-Debütanten von Hannover 96:

Allan Saint-Maximin. Zur Galerie
Allan Saint-Maximin. ©

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