28. April 2021 / 07:57 Uhr

96-Meinung: Kocaks frühe Verbrüderung mit Zuber war ein Fehler

96-Meinung: Kocaks frühe Verbrüderung mit Zuber war ein Fehler

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Was wird aus Kenan Kocak und Gerhard Zuber? SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke hat eine klare Meinung.
Was wird aus Kenan Kocak und Gerhard Zuber? SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke hat eine klare Meinung. © Florian Petrow
Anzeige

Zum Ende der Zusammenarbeit wird klar: Kenan Kocaks frühe Verbrüderung mit Gerhard Zuber war ein Fehler. Die rechte Hand von Horst Heldt hat nie wirklich Profil und Statur gewonnen, meint Redakteur Andreas Willeke.

Anzeige

Kenan Kocak hatte wie die Spieler zwei Tage frei nach der Niederlage in Sandhausen. Derweil der 96-Trainer im Mannheimer Land auf das Urteil aus Hannover wartete, ob er an diesem Mittwoch noch mal auf den Platz darf, hat er die letzten Tage sicher noch mal Paroli laufen lassen, wie Horst Hrubesch sagen würde. Dass sein Ex-Klub Sandhausen, bei dem er mehr als zwei Jahre anerkannt gut gearbeitet hatte, seinen Abschied in Hannover besiegelte, ist einer der Zufälle. Ein anderer, dass ihm zwei Spieler, für die er sich besonders eingesetzt hat, das Spiel und den Job kosteten.

Anzeige

Torwart Michael Esser wollte er unbedingt zurückhaben, hat dafür viel Ärger riskiert und Ron-Robert Zieler weggeschickt. Simon Falette war sein absoluter Wunschverteidiger – ein katastrophales Missverständnis. Es ehrt Kocak, dass er das eingesteht. Es gibt nicht viele 96-Trainer, die zu so viel Selbstkritik fähig waren. Am einfachsten ist es ja immer, die Schuld am Scheitern bei anderen zu suchen.

Mehr zu Hannover 96

Kocak und Zuber vor Scherbenhaufen

Kocak wird auch überlegen, wie es denn wohl mit einem richtig starken Sportchef an seiner Seite gelaufen wäre. Hätten sie die Transfers dann nicht so brutal verbockt? Seine frühe Verbrüderung mit Gerhard Zuber war jedenfalls ein Fehler. Die rechte Hand von Horst Heldt hat nie wirklich Profil und Statur gewonnen.

Auffällig war er nur beim Krach mit dem vierten Offiziellen und gegnerischen Betreuern. Hätte Zuber diese offene Streitlust auch mal mit Kocak gezeigt, statt den Diskurs zu vermeiden, vielleicht wäre doch noch etwas Gemeinsames entstanden. So stehen Kocak und Zuber vor dem Scherbenhaufen, den sie angerichtet haben.